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Kinder auf dem Schulweg - darum sind sie in Gefahr

Kinder auf dem Schulweg haben den Tunnelblick

Wenn in den ersten Bundesländern die Schule wieder beginnt, müssen sich auch viele Erstklässler auf den Weg zur Schule machen. Pünktlich zum Schulstart haben Londoner Forscher eine Studie veröffentlicht, die Eltern nicht gerade beruhigt zurücklässt. Demnach bekommen Kinder den größten Teil ihrer Umwelt gar nicht mit und das kann besonders im Straßenverkehr morgens auf dem Schulweg fatale Folgen haben.

Die Studie mit 200 Teilnehmern bestätigt: Bis zu 90 Prozent der Kinder zwischen sieben und 14 Jahren nahmen ihre Umgebung kaum wahr. Sie hatten viel größere Probleme, verschiedene geometrische Formen zu registrieren, als Erwachsene. Das Problem ist die so genannte Unaufmerksamkeits-Blindheit. Vergleichbar ist das mit dem Tunnelblick. Kinder sehen einfach nur ein ganz bestimmtes Spektrum, aber nicht das, was drumherum passiert.

Was Kindern dabei hilft, sicher auf dem Schulweg zu sein, ist das regelmäßige Üben. Schon vor Beginn der Schule sollten Eltern daher mit Erstklässlern den Schulweg üben. Aber auch ältere Kinder müssen vorbereitet werden, beispielsweise wenn sich etwas am Weg ändert. Weiterhin wichtig für einen sicheren Schulweg sind Warnwesten für Kinder, damit sie von Autofahrern schnell gesehen werden.

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