Kinder als Supermodels: Elizabeth und Kristina machen Karriere - für ihre Mütter

"Manchmal muss Elizabeth die Schule schwänzen"

Kindermodels sind immer wieder hoch umstritten - nicht ganz zu unrecht. Denn oft kann man sich nicht sicher sein, ob die ganze Prozedur von Schminken über Stylen bis hin zum stundenlangen Posieren wirklich denn Kindern Spaß macht - oder eher die Eltern verzückt.

Elizabeth Hiley aus Kanada gehört zu solchen Kindermodels. Mit gerade einmal elf Jahren verdient das Mädchen zwischen 300 und 2500 Euro - pro Shooting! Die Mama freut's. Sie ist auch diejenige, die Elizabeth zum Modeln gebracht hat. Ihrer Meinung nach hat Elizabeth eine riesen Ähnlichkeit mit dem russischen Supermodel Kristina Pimenova (neun Jahre alt). Nachdem die 41-Jährige ein Foto der kleinen Kristina gesehen hat, glaubte sie, das Potential ihrer Tochter entdeckt zu haben und meldet Elizabeth bei einer Modelagentur in Montreal an. Nach anfänglicher Skepsis wird sie tatsächlich in deren Kartei aufgenommen.

Seither ist die elfjährige Elizabeth gut gebucht. Bis zu drei Mal in der Woche nimmt sie Termine wahr, um für verschiedene Magazine abgelichtet zu werden. Das Geld, das sie bei den Shootings verdient, geht in das elterliche Portemonnaie. Doch das Modelleben hat auch Nachteile: "Elizabeth muss manchmal die Schule schwänzen, aber sie ist ein cleveres Mädchen und eine fleißige Arbeiterin. Sie ist schlau und kann das Nacharbeiten", erzählt ihre Mutter Ann-Marie.

Während eines Fotoshootings wirkt die Elfjährige eher erschöpft, lächelt selten. Man bekommt eher das Gefühl, dass das Mädchen ihre Mutter stolz machen möchte, als dass es ihr selbst große Freude bereitet. Abends darf Elizabeth dann endlich auch mal wieder Kind sein: Sie hat Freunde zu Besuch. Doch man merkt ihr an, dass sie nach einem anstrengenden Tag am liebsten ins Bett möchte.

Sehen Sie auch im Video, was der bekannte Model-Juror Thomas Hayo über das Thema Kindermodels denkt.

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