Kieferbruch für die Schönheit: Gefährlicher Beauty-Trend

Kieferbruch für die Schönheit: Gefährlicher Beauty-Trend
Kieferbruch für die Schönheit: Gefährlicher Beauty-Trend aus Südkorea © AFP, JUNG YEON-JE

Kieferbruch für ein schmaleres Gesicht

Immer mehr Frauen in Südkorea unterziehen sich einer riskanten Operation: Um dem Schönheitsideal zu entsprechen, lassen sie sich Ober- und Unterkiefer brechen und verkleinern. Bei der Hälfte der Patientinnen wird das Gesicht nach der Operation taub, viele leiden anschließend unter Lähmungen oder einer entstellten Mundpartie.

Ein zierliches, kleines und V-förmiges Gesicht ist das Schönheitsideal in Südkorea. Um diese Gesichtsform zu erzielen, müssen sowohl der obere als auch der untere Kiefer gebrochen, verkürzt und verkleinert und anschließend begradigt werden. Um den Kiefer nach der Operation zu stabilisieren, müssen die Patienten monatelang eine Schiene tragen.

Ein solcher Eingriff wird eigentlich nur aus medizinischen Gründen vorgenommen, etwa bei einer schmerzhaften Fehlstellung des Kiefers oder starkem Über- oder Unterbiss, der das Kauen erschwert. Professor Choi Jin-Young, Zahnmediziner an der Universität Seoul, erklärt: „Diese Operation verändert das Aussehen weit mehr als Botox oder eine Nasen-OP es jemals könnten, da sie sich auf die gesamte Knochenstruktur des Gesichts auswirkt“. Dass Frauen sich dieser riskanten Operation ohne medizinischen Grund unterziehen, empfindet der Mediziner als verstörend.

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