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Ketogene Ernährung: So nehmen Sie mit gesunden Fetten ab

Ketogene Ernährung: So nehmen Sie mit Fett sogar ab
Ketogene Ernährung: So nehmen Sie mit Fett sogar ab Fett macht nicht fett 00:02:10
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Video: Ketogene Diät - So nehmen Sie mit Fett ab

Wer abnehmen möchte, reduziert meist die Fettzufuhr. Denn für die meisten gilt: Fett macht fett. Dabei ist Fett deutlich besser als sein Ruf – und außerdem ist Fett auch nicht gleich Fett. Einige Fette können sogar bei der Gewichtsreduktion helfen. Die sogenannte ketogene Diät setzt auf diesen Effekt und basiert deshalb auf der Zufuhr von weniger Kohlenhydraten und mehr Fett. Wir erklären Ihnen, wie Sie funktioniert.

Wenn wir unliebsamen Pfunden zu Leibe rücken wollen, gibt es zig Methoden dies zu tun. Eine davon: die ketogene Diät. Sie basiert darauf, dass Kohlenhydrate möglichst vermieden und mit Fetten ersetzt werden. Aber wie kann man mit einer vermehrten Fettzufuhr abnehmen?!

Ketogene Diät: Keine Kohlenhydrate, viel Fett

Wer die ketogene Diät für sich in Betracht zieht, muss sich Folgendes vor Augen führen: Wenn wir einfache Kohlenhydrate wie helle Nudeln, weißen Reis oder weißes Brot essen, wandelt unser Körper diese in Energie um. Vor allem Zucker ist dabei schnell verfügbar und gelangt direkt ins Blut. Unser Körper schüttet Insulin aus, wodurch der Zucker in die Zellen geschleust wird.

Gleichzeitig wird aber der Fettabbau gehemmt - die Fettreserven bleiben unangetastet. Sie werden erst dann abgebaut, wenn wir über längere Zeit intensiv Sport treiben und somit mehr Energie verbrennt, als wir unserem Körper mit der Nahrung zuführen.

Die ketogene Diät hat den großen Vorteil, dass der Körper mit der fettreichen Ernährungsweise nicht übermäßig Insulin ausschüttet und folglich beim Stoffwechsel auch an die Fettreserven geht.

Video: In diesen Lebensmitteln verstecken sich viele Kohlenhydrate

In diesen Lebensmitteln verstecken sich viele Kohlenhydrate
In diesen Lebensmitteln verstecken sich viele Kohlenhydrate Sie lauern überall 00:01:09
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Die ketogene Diät: Gesunde Fette helfen beim Abnehmen

Drosseln wir bei der ketogenen Ernährung die Kohlenhydrataufnahme also und nehmen stattdessen mehr Fette auf, bildet der Körper aus den Fettsäuren sogenannte Ketone. Diese nutzt unser Körper dann zur Energiegewinnung. Das passiert auch, wenn wir beispielsweise eine Nulldiät machen oder fasten.

Allerdings eignet sich nicht jedes Fett für die ketogene Diät: So sollten wenig tierische und viele pflanzliche Fette auf dem Speiseplan stehen. „Tierische Fette enthalten mehr gesättigte Fettsäuren, die sich ungünstig auf unseren Cholesterinspiegel und auf den Blutdruck auswirken“, erklärt Ernährungsberaterin Heike Stumpf. Lebensmittel, die als wertvolle Fettlieferanten gelten, sind zum Beispiel pflanzliche Öle wie Oliven-, Raps- oder Kokosöl oder fetter Fisch wie Lachs oder Sardinen. Auch Avocados und Nüsse sind reich an gesunden Fettsäuren. Fleisch hingegen sollte bei der ketogenen Diät nur selten auf dem Teller landen.

Gegen Krebs und Alzheimer: So gesund ist die ketogene Diät

Eine ketogene Diät soll sich übrigens auch in Bezug auf Krebs positiv auswirken. Das erklärt auch Krebsforscher Dr. Johannes F. Coy in seinem Buch „Die neue Anti-Krebs Ernährung“. Grund dafür ist, dass Zucker die Krebszellen zum Wachstum anregt. Da eine ketogene Ernährung viel weniger Zuckerzufuhr beziehungsweise -verstoffwechselung bedeutet, wird den Krebszellen angeblich auch der Nährstoff entzogen.

Zudem wird unter Medizinern diskutiert und untersucht, ob die ketogene Diät auch vor Alzheimer und Parkinson schützen oder die Krankheiten positiv beeinflussen kann. Denn die Ketone spenden nicht nur Körper-, sondern auch Gehirnzellen Energie.

Die Nachteile des Kohlenhydratmangels

Viele leiden gerade zu Beginn der Ernährungsumstellung unter Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und schlechter Laune bis hin zu depressiven Verstimmungen. Dies bessert sich in der Regel aber nach einigen Wochen, wenn der Körper sich auf die ketogene Ernährung eingestellt hat. Und auch wenn Fett tatsächlich besser ist als sein Ruf: Die empfohlene tägliche Menge sollten Sie dennoch nicht überschreiten. Denn wie bei allem gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift – oder in diesem Fall: das Fett.

Die empfohlene Menge an gesundem, sprich ungesättigtem Fett richtet sich nach unserem individuellen Energiebedarf. In der Regel sollten zwischen 25 und maximal 35 Prozent der gesamten aufgenommenen Energie aus der täglichen Fettaufnahme stammen.

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