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Ketogene Ernährung: So nehmen Sie mit gesunden Fetten ab

Ketogene Ernährung: So nehmen Sie mit Fett sogar ab
Ketogene Ernährung: So nehmen Sie mit Fett sogar ab Fett macht nicht fett 00:02:10
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Fett macht fett? Von wegen!

Wer abnehmen möchte, reduziert meist die Fettzufuhr. Denn für die meisten gilt: Fett macht fett. Dabei ist Fett deutlich besser als sein Ruf – und Fett auch nicht gleich Fett. Einige Fette können sogar bei der Gewichtsreduktion helfen. Die sogenannte ketogene Ernährung basiert auf der Zufuhr von weniger Kohlenhydraten und mehr Fett. Wir erklären Ihnen, wie Sie funktioniert.

Wenn wir Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis oder Brot essen, wandelt unser Körper diese in Energie um. Vor allem Zucker ist schnell verfügbar und gelangt direkt ins Blut. Unser Körper schüttet Insulin aus, wodurch der Zucker in die Zellen geschleust wird. Gleichzeitig wird der Fettabbau gehemmt und die Fettreserven bleiben unangetastet. Sie werden erst dann abgebaut, wenn wir über längere Zeit intensiv Sport treiben und somit mehr Energie benötigen, als wir unserem Körper mit der Nahrung zur Verfügung stellen.

Gesunde Fette helfen sogar beim Abnehmen

Drosseln wir die Kohlenhydrataufnahme und nehmen stattdessen mehr Fette auf, bildet der Körper aus den Fettsäuren sogenannte Ketone. Diese nutzt unser Körper dann zur Energiegewinnung. Das passiert auch, wenn wir eine Nulldiät machen oder beispielsweise fasten. Allerdings eignet sich nicht jedes Fett für die ketogene Ernährung: So sollten weniger tierische als vielmehr pflanzliche Fette auf dem Speiseplan stehen. „Tierische Fette enthalten mehr gesättigte Fettsäuren, die sich ungünstig auf unseren Cholesterinspiegel und auf den Blutdruck auswirken“, erklärt Ernährungsberaterin Heike Stumpf. Lebensmittel, die als wertvolle Fettlieferanten gelten, sind zum Beispiel pflanzliche Öle wie Oliven-, Raps- oder Kokosöl oder fetter Fisch wie Lachs oder Sardinen. Auch Avocados und Nüsse sind reich an gesunden Fettsäuren. Fleisch hingegen sollte nur selten auf dem Teller landen.

Eine ketogene Diät soll übrigens auch bei Krebs positiv auswirken. Das liegt daran, dass Zucker die Krebszellen zum Wachstum anregt. Zudem wird untersucht, ob die ketogene Ernährung auch vor Alzheimer und Parkinson schützen beziehungsweise die Krankheiten positiv beeinflussen kann. Die Nachteile des Kohlenhydratmangels: Viele leiden gerade zu Beginn der Ernährungsumstellung unter Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und schlechter Laune bis hin zu depressiven Verstimmungen. Dies bessert sich in der Regel aber nach einigen Wochen, wenn der Körper sich umgestellt hat. Und auch wenn Fett tatsächlich besser ist als sein Ruf: Die empfohlene tägliche Menge sollten Sie dennoch nicht überschreiten. Denn wie bei allem gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift – oder im Fall von Fett: fett.

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