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Kein Witz: Kind darf offiziell 'Schaklin' heißen

'Schaklin': Was wie ein Witz klingt, ist nun wahr geworden. Den Namen Schaklin trägt nämlich jetzt tatsächlich ein Mädchen aus Eschweiler bei Aachen.
Ob Schaklin ihr Name wohl gefällt? © picture alliance / Bildagentur-o, Bildagentur-online/Tetra-Images

Eltern bestehen auf kuriose Schreibweise

Jacqueline oder Schaklin? Eltern aus Eschweiler bei Aachen haben sich für die zweite Variante entschieden. Was wie ein Witz klingt, ist nun Wirklichkeit: Ein Mädchen trägt den Namen Schaklin.

Verrückte, einzigartige und ausländische Namen werden auch in Deutschland immer häufiger vergeben. Dass der Name, der oft für Witze herhalten muss, tatsächlich vergeben wird, passiert allerdings nur äußerst selten.

"Nur Drogenkinder und Ossis heißen Kevin", sagte der Comedian Michael Mittermeier einmal. Auch der Buchtitel ‚Schantall, tu ma die Omma winken‘ und der Begriff ‚Kevinismus‘ sind inzwischen zu geflügelten Wörtern geworden. Der Familie der kleinen Schaklin scheint all das egal zu sein: Die Eltern bestanden auf die eingedeutschte Version des französischen Namens Jacqueline.

"Phonetisch ist es gleich, also können wir das nicht ablehnen“, so Alexandra Hoven vom Standesamt Eschweiler gegenüber der Aachener Zeitung. Die Eltern haben dem Standesamt jedoch bestätigt, dass sie über die übliche Schreibweise aufgeklärt worden sind.

Alexander - klug, Justin - blöd?

Unter anderem ist eine Studie über Vornamen aus dem Jahr 2009 an dem schlechten Ruf mancher Namen schuld. Lehrer wurden damals gebeten, Namen und Leistungsfähigkeit in Verbindung zu bringen. Das Ergebnis: Erfolgreiche Kinder hießen oft Alexander, Maximilian, Lukas und Sophie. Kinder, die Kevin, Chantal, Angelina, Justin und Mandy heißen, waren schlechter in der Schule.

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