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Keim-Schleuder: SO sieht die Hand eines 8-Jährigen aus

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Handabruck zeigt, wie stark wir täglich mit Keimen und Bakterien in Kontakt

Dieses Bild ist nichts für Menschen, die sowieso immer die Desinfektionstücher für unterwegs dabei haben und in Bussen und Bahnen keine Haltestangen anfassen. Tasha Sturm ist Mikrobiologin aus den USA und zeigt auf anschauliche Weise, was für Keime und Bakterien ihr Sohn an den Händen hat, nachdem er draußen gespielt hat. Sie nahm einen Abdruck seiner Hand in einer Petrischale und ließ diese für 48 Stunden im Labor stehen.

Keime an der Hand: Dieser Junge hat draußen gespielt
SO sieht die Hand des achtjährigen nach dem Spielen aus © © Tasha Sturm/Cabrillo College, Tasha Sturm/Cabrillo College

Für detaillierte Testergebnisse müssen die Proben noch einige Zeit länger im Labor bleiben, doch Tasha Sturm ist sich ziemlich sicher, dass sich unter den Bakterien beispielsweise auch Staphylokokken befinden. Diese Bakterien befinden sich zwar in etwa 30 Prozent aller menschlichen Nasen, doch sie können auch krank machen - nämlich dann, wenn sie eine Antibiotikaresistenz entwickeln. Außerdem befanden sich noch einige Pilze und andere Bakterien auf der Hand des Jungen.

Jeder Mensch hat einen eigenen "Bakterienhaushalt"

Wirklich gefährlich waren die Keime jedoch nicht. Manche können sogar eher dazu beitragen, das menschliche Immunsystem zu stärken. Man darf nicht vergessen, dass unser Körper das Zuhause von abermillionen Bakterien und Mikroorganismen ist. Die meisten davon sind harmlos und nicht gesundheitsschädlich. Über mehrere Jahre nimmt Sturm bereits Proben der Hände ihrer Kinder, um die Ergebnisse ihren Studenten an der Universität zu zeigen, wie die 'Daily Mail' schreibt: "Meine Kinder finden das cool und die Studenten mögen es auch", sagt sie.

Letztes Jahr fanden Wissenschaftler heraus, dass wir sogar unseren eigenen "Bakterienhaushalt" mitnehmen, wenn wir umziehen. Jeder Mensch trägt einen anderen Mix aus Bakterien und Mikroorganismen mit sich. In einem Versuch zeigten sie, dass sich beispielsweise die Keime, die sich an den Händen der Probanden befanden, eine größere Übereinstimmung hatten, als die in der Nase. Dort fanden die Forscher einen sehr individuellen Bakterien-Mix.

Die Bakterien und Keime auf der Hand des kleinen Jungen sind wohl zum größten Teil nicht gesundheitsgefährdend. Trotzdem ist es wichtig, sich regelmäßig und gut die Hände zu waschen. Tag für Tag kommen wir mit neuen Keimen und Mikroorganismen in Berührung, die besonders Menschen mit einem schwachen Immunsystem krank machen können.

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