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Katzenstreu im Test: Welches Klumpstreu schneidet wie ab?

Katzenstreu im Test
Welches Katzenstreu ist das beste für die Mieze? © picture alliance / Robert Schles, Robert Schlesinger

Was macht gutes Katzenstreu aus?

Katzen sind sehr reinliche Tiere - sie putzen sich regelmäßig und haben eigene Toiletten. Doch die Hygiene des Katzenklos steht und fällt mit dem verwendeten Katzenstreu. Das gibt es in vielen Varianten: Als Silikatstreu, pflanzliches Streu oder Klumpstreu. Letzteres haben die Tester des österreichischen 'Vereins für Konsumenten-Information' (VKI) akribisch untersucht. 30 Produkte waren im Test. Viele davon, darunter auch die Testsieger, sind in Deutschland erhältlich. Die Ergebnisse hat jetzt die 'Stiftung Warentest' präsentiert.

Klumpstreu hat die Eigenschaft, dass es beim Kontakt mit Urin oder Kot sofort feste Klumpen bildet. Diese können Katzenbesitzer dann auch direkt mit einer Schaufel entfernen. So werden die Ausscheidungen der Katze in einer Hülle fest verschlossen und im Idealfall dringt auch kein Geruch nach außen. Wenn das Streu geringere Qualität aufweist, dann könnte es passieren, dass die Klumpen beim Entfernen bröckeln oder auseinander fallen. So verunreinigen die Stückchen das restliche Streu, das eigentlich sauber bleibe sollte.

Die getesteten Produkte kosten alle zwischen 2,35 Euro und 13 Euro pro Zehn-Kilo-Gebinde. Neben dem Preis und der Stabilität der Klumpen untersuchte der VKI auch die Ergiebigkeit: Je ergiebiger das Katzenstreu, desto weniger davon braucht man. Das bedeutet weniger Schleppen und weniger Geld ausgeben. Außerdem achteten die Tester darauf, ob das Streu beim Befüllen der Toilette oder beim Entfernen des alten Streus staubte oder nicht. Denn Staub macht nicht nur die Wohnung dreckig, sondern könnte sich auch in der Lunge der Samtpfoten festsetzen.

Katzenstreu im Test: die Ergebnisse

Nur zwei Klumpstreu-Sorten bekamen im Test das Urteil 'sehr gut': 'Cat’s Best ÖkoPlus Öko-Katzenstreu' und 'Sivocat Super Soft'. Ersteres fiel positiv auf, da es auf Basis von Pflanzenfasern hergestellt wird. Und das ist nicht nur gut für die Umwelt und die Lunge der Kätzchen, sondern auch für den Besitzer, denn Pflanzenstreu wiegt in der Regel deutlich weniger. Der Dosenöffner muss also weniger schleppen. Auch 'Sivocat Super Soft' brachte im Praxistest super Ergebnisse: Es staubte kaum, war stark geruchsbindend und ergiebig.

An der Ergiebigkeit scheiterten übrigens die meisten Produkte: Die Mehrheit war nur durchschnittlich ergiebig, bei 'Feliton Soft', 'fit + fun Bioclean' und 'Bentosan Naturkatzenstreu' gab es dafür sogar Abzugspunkte. Letzteres bewerteten die Tester als einziges Produkt mit 'weniger zufriedenstellend'. Es ist übrigens nicht in Deutschland erhältlich. Die meisten Exemplare schnitten dennoch mit 'gut' ab, ein großer Teil war auch im Praxistest eher durchschnittlich.

Ob günstig oder teuer besser ist, lässt sich schwer sagen, denn die teuersten Produkte waren zwar auch die ergiebigsten, aber in puncto Geruch oder Staubbelastung nicht unbedingt auffällig besser als die günstigeren Varianten.

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