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Katzen in Kartons: Darum lieben Stubentiger Kisten & Co.

So baut Ihre Katze stress ab

Aha! Deshalb spielt Ihre Katze also verrückt, sobald sie einen Karton oder eine Kiste zu fassen bekommt: In den kleinen Höhlen fühlen sich die Mini-Tiger sicher und können entspannen. Und warm ist es dort auch noch...

Katzen in Kartons: Darum lieben Stubentiger Kisten & Co.
© VALERIYA POTAPOVA

Die Holländerin Claudia Vinke untersuchte das Verhalten von 19 Katzen, die neu in einem Tierheim eintrafen. Als Rückzugsort bekamen zehn von ihnen eine Kiste in ihren Käfig. Die restlichen Katzen sollten sich ohne Box an die neue Umgebung gewöhnen.

Das Ergebnis: Die Katzen mit Kisten waren bereits nach drei Tagen wesentlich entspannter und suchten schneller Kontakt zu Menschen als ihre Artgenossen, die keine Kiste bekamen. Ganze zwei Wochen dauerte es, bis die Tiere aus beiden Gruppen auf einem ähnlichen Stresslevel waren, so die Forscher.

Katzen sind keine Freunde von Konfrontationen und ziehen sich bei Stress am liebsten zurück. Kartons und Boxen geben ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Außerdem isolieren die Kisten gut und halten schön warm. Die Autoren des Buchs 'Nutrient Requirements of Dogs and Cats' (zu Deutsch: 'Ernährungs-Bedürfnisse von Hunden und Katzen') fanden zudem heraus, dass die Wohlfühltemperatur von Katzen zwischen 30 und 36 Grad liegt. Da die Zimmertemperatur durchschnittlich etwa bei nur 22 Grad liegt, ist so eine kleine Höhle ideal für die Tiere, um es sich gemütlich zu machen.

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