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Karies: Zahnfleischbluten und Kariesentstehung vorbeugen

Karies kann man vorbeugen - für ein strahlendes Lächeln.
Karies bekommt man schnell. Aber wird man die fiese Zahnerkrakung auch wieder los? © obs, Blend-A-Med

Karies entsteht nicht nur durch Zucker

Dass Zuckerbomben wie Schokolade oder Cola schlecht für unsere Zähne sind, ist nichts Neues. Aber warum sind auch Augentropfen schädlich für unsere Zähne? Und wieso können wir sogar durchs Schwimmen Karies bekommen?

Kennen Sie das auch: Sie putzen sich morgens und abends die Zähne, gehen regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt und benutzen sogar hin und wieder Zahnseide, um Ihre Zähne zu pflegen. Dennoch leiden Sie unter Karies oder Zahnfleischbluten. Forscher haben dieses Rätsel nun gelöst: Nicht nur Essen und zuckerhaltige Getränke können die Zähne schädigen. Auch Augentropfen können die Zähne angreifen.

Vor diesen zwölf Dingen sollten Sie sich in Acht nehmen:

Schwimmen

Durch eine Studie mit 500 Schwimmern konnte nachgewiesen werden, dass auch Schwimmen die Zähne angreifen kann. Grund dafür ist das Chlor im Wasser, das dessen ph-Wert senkt und das Wasser "sauer" macht. Dadurch wird der Zahnschmelz angegriffen, was wiederum Karies begünstigt. Beim Schwimmen sollten Sie den Mund also möglichst geschlossen halten und anschließend sofort die Zähne putzen.

Augentropfen

Augentropfen hemmen die Speichelproduktion. Das wiederum führt zu einem trockenen Mund. Die gleiche Wirkung haben auch Ibuprofen, Antidepressiva und Blutdruckpräparate. Dadurch haben säurehaltige Lebensmittel und Bakterien leichtes Spiel und können die Zähne ungehindert angreifen. Das kann bis hin zur Zahnfäule führen. Vorbeugend sollten Sie Kaugummi kauen oder (zuckerfreie) Bonbons lutschen, um den Speichelfluss anzuregen.

Rauchen

Auch Rauchen schadet den Zähnen. Bestimmte Schadstoffe im Tabakrauch greifen den Kieferknochen an und zerstören ihn. Dies zeigt sich meist in Form von Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose. Dabei bildet sich das Zahnfleisch zurück, die Zahnhälse liegen frei und die Zähne verlieren ihren Halt. Dadurch haben Raucher ein doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall wie Nichtraucher. Laut einer gemeinsamen Studie von Bundeszahnärztekammer und Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist das tückische daran, dass Rauchen das Zahnfleischbluten unterdrückt. Zahnfleischbluten ist nämlich ein typisches Zeichen für Parodontose und somit ein Warnhinweis für die Erkrankung.

Früchtetee macht Karies, Grüner Tee schützt

Früchtetee

Laut einer englischen Studie ist Früchtetee für die Zähne dreimal schädlicher als Orangensaft. Viele Tees sind nämlich säuerlich und greifen deshalb den Zahnschmelz an. Im Gegensatz dazu kann schwarzer Tee Zahnschäden sogar vorbeugen. Bestandteile des schwarzen Tees bekämpfen Plaque-Bakterien, wie US-Forscher herausgefunden haben. Und eine japanische Studie hat bestätigt, dass grüner Tee die Zähne vor Karies schützt.

Weißwein

Wussten Sie, was noch schlechter für die Zähne ist als Rotwein? Richtig, es ist Weißwein. Weißwein hat nämlich in der Regel einen höheren Säuregehalt als Rotwein. Wer dennoch nicht auf Weißwein verzichten möchte, sollte ihn nippen statt kippen. So bleibt der Säuregehalt im Mund gleichmäßig. Und nachher nicht vergessen, die Zähne zu putzen.

Fruchtsaft

Was der Kick für unsere Gesundheit ist, kann für die Zähne fatal sein: Fruchtsäfte und püriertes Obst, sogenannte Smoothies, enthalten extrem viel Säure und Fruchtzucker. Beides greift in hohem Maße die Zähne an.

Obst

Aber auch Obst - ansonsten in jeder Hinsicht zu empfehlen und ein wichtiger Vitaminlieferant - kann durch seinen hohen Säuregehalt den Zahnschmelz angreifen. Dies gilt vor allem für Zitrusfrüchte wie Ananas, Kiwi oder Orangen.

Salat-Dressing

Auch Salatfans müssen aufpassen: Vor allem diejenigen, die auf das klassische Essig-Öl-Dressing setzen, müssen mit Zahnschäden rechnen. Die Säure des Essigs zerstört auf Dauer den Zahnschmelz und verursacht Löcher. Daher sollten Sie hin und wieder zu einem Joghurtdressing greifen.

Honig

Obwohl Honig als gesündere Variante von Zucker gilt, ist auch er gefährlich für die Zähne: Besonders verhängnisvoll ist die Kombination aus süß und klebrig. Damit bleibt der Honig bis zu zwei Stunden nach dem Verzehr an den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen haften und erhöht damit das Kariesrisiko.

Gebäck

Krümel von Keksen, aber auch Chips oder Salzstangen bleiben meist in den Zahnzwischenräumen hängen. Deshalb gilt: Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen.

Verpackung aufbeißen

Wer kennt es nicht? Die in Folie verschweißte CD will sich einfach nicht öffnen lassen. Wenn es mit den Fingern nicht funktioniert, beißen viele die Plastikverpackung kurzerhand mit den Zähnen auf. Das kann aber zu Zahnschäden führen, da die Schneidekanten der Zähne besonders dünn sind und schnell abbrechen können.

Schwangerschaft

Die Schwangerschaft kann viele unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Dazu zählt auch Zahnfleischbluten, worunter etwa die Hälfte der Schwangeren leidet. Ursache dafür ist der erhöhte Hormonspiegel. Dieser führt dazu, dass der Säuregehalt im Speichel steigt - und das wiederum greift den Zahnschmelz an. Zudem fließt das Blut während der Schwangerschaft schneller, weshalb das Zahnfleisch empfindlicher ist.

(Quelle: lifestyle.t-online.de)

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