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Kampfhunde: So ist die Gesetzeslage

Kampfhunde: So ist die Gesetzeslage
Regionale Behörde entscheidet über eine Maulkorb. © dpa, Daniel Karmann

Regionale Behörde kann entscheiden

In vielen bundesdeutschen Ländern gilt für die sogenannten Listenhunde eine durch Überprüfung aufhebbare Leinen- und Maulkorbpflicht.

Mit Listenhunde sind die Tiere gemeint, die rassebedingt als gefährlich aufgeführt oder deren Gefährlichkeit vermutet wird und die deswegen auf speziellen Listen geführt werden. Teilweise wurden auch Zuchtverbote für die dort genannten Rassen erlassen, bundesweit gilt ein Einfuhrverbot für bestimmte Rassen.

In Einzelfällen kann ein Hundehalter durch einen Nachweis der Ungefährlichkeit seines Tieres die Einordnung als "gefährlicher Hund" vermeiden. Ebenso können in Listen nicht geführte Hunde unabhängig von ihrer Rassenzugehörigkeit aufgrund ihrer Aggressivität oder Gefährlichkeit als "gefährlicher Hund" eingestuft werden.

Aus der Rasseliste der Hunde ergeben sich rassespezifischen Sonderregeln. Diese können für den Hundebesitzer unter anderem Leinenzwang, Maulkorbzwang, Chippflicht, Versicherungspflicht, Genehmigungspflicht, Gebot der Unfruchtbarmachung, Pflicht zur sicheren Umzäunung, Pflicht zur Sachkundeprüfung und Haltungsverbot beinhalten. Entscheidend ist: Stuft die zuständige Behörde eine Hund als gefährlich ein, kann diese Behörde den Hundebesitzer zu Schutzmaßnahmen (siehe oben) verpflichten.

Niedersachsen hat als einziges Land keine Rasseliste. Die anderen Bundesländer definieren in ihren Hundegesetzen oder Hundeverordnungen verschiedene Hunderassen und deren Mischlinge als "gefährlich" oder nehmen Bezug auf die Liste in der bundesrechtlichen Regelung des so genannten "Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetzes".

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