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Kampf gegen Hautkrebs: MSOT-Technik erspart Operationen

Neue Technik zur Krebs-Bekämpfung
Neue Technik zur Krebs-Bekämpfung Hoffnungsschimmer für Patienten 00:02:39
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Krebs-Diagnose durch Farbstoff-Spritze

Jedes Jahr erhalten rund 200.000 Menschen allein in Deutschland die Diagnose Hautkrebs. Die gefährlichste Form ist der schwarze Hautkrebs - denn der bildet sehr schnell Metastasen. Eine neue Technik soll nun rechtzeitig erkennen, ob der schwarze Hautkrebs bereits in die Lymphbahnen gestreut hat.

Hinter der sogenannten MSOT-Technik verbirgt sich ein spezielles Ultraschall- und Lasergerät, das vom Krebs befallene Zellen farblich markiert. Und das könnte jedem zweiten Patienten in Zukunft eine Operation und die Entfernung der Lymphknoten ersparen.

In Zukunft könnten die Ärzte auch ohne Operation erkennen, ob die Lymphknoten vom Krebs befallen sind. Grüner Farbstoff wird mit einer Spritze in die vom Krebs befallene Stelle injiziert. Die Farbe verteilt sich auf dem Ultraschallgerät gut sichtbar über die Lymphbahnen bis zu einem Lymphknoten und zeigt so den Weg, den auch Metastasen nehmen würden. Mit dem neuen Gerät kann der Arzt nicht nur betroffene Lymphknoten finden, sondern auch erkennen, ob sich darin schon gestreute Krebszellen befinden.

Ist die MSOT-Technik auch zur Therapie anderer Krebsarten geeignet?

Anhand des Pigments Melanin, das in der oberen Hautschicht vorkommt, lässt sich erkennen, ob sich Metastasen im Lymphknoten gebildet haben. Diese erscheinen auf dem Ultraschall-Gerät nämlich in gelb. Bleibt die Gelbfärbung aus, ist der Lymphknoten gesund - der Krebs hat also nicht gestreut und dem Patienten bleibt eine erneute Operation erspart.

Die neue Ultraschall- und Lasertechnik ist zwar noch kein Standard, wird in klinischen Studien aber bereits erfolgreich geprüft. Möglicherweise ist die Behandlungsmethode auch zur Beobachtung anderer Tumore interessant, etwa bei einer Brustkrebserkrankung.

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