Kaiserschnitt ohne Narkose: Mutter erlebt Geburt mit

Sie hatte einen Kaiserschnitt ohne Narkose
Sie hatte einen Kaiserschnitt ohne Narkose Geburt ohne Betäubung 00:03:04
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Mutter leidet unter höllischen Schmerzen

Es klingt wie in einem Horrorfilm: Die Narkose für den Kaiserschnitt wirkt nicht und die Mutter ist während der Geburt bei vollen Bewusstsein. Leider ist das grausame Realität, was Lara T. im Krankenhaus St. Vinzenz in Coesfeld im April 2014 erlebt hat.

Kaiserschnitt ohne Narkose: Mutter erlebt Geburt mit
Lara T. will nun Schmerzensgeld vom Krankenhaus.

Die 21-Jährige wollte zusammen mit ihrem Mann, einem britischen Soldaten, im Krankenhaus entbinden - auf natürlichem Weg. Zu diesem Zweck bekam sie eine Periduralanästhesie (PDA), die eigentlich die untere Körperhälfte betäuben sollte.

Doch dann kommt es zu Komplikationen - das Kind soll mit einem Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Was dann folgt, könnte einem Horrorfilm entstammen: Lara muss schmerzhaft miterleben, wie der Chirurg den Bauch aufschneidet, Muskeln auseinander reißt und das Kind mit den Händen herausholt.

Nun will die Auszubildende 25.000 Euro Schmerzensgeld von der Klinik. Diese weist die Kritik zurück: "Aufgrund von starken Blutungen nach Eröffnung der Gebärmutter musste die Entbindung schnell beendet werden, um Schäden zu vermeiden. Aus Rücksicht auf Mutter und Kind konnten für diesen, wenige Sekunden dauernden, Zeitraum keine stärkeren Medikamente verabreicht werden", heißt es in einem schriftlichen Statement des Krankenhauses.

Das sieht Lara T. anders und lässt sich durch eine Anwältin vertreten - die Fachanwältin vertritt bereits mehrere Frauen mit ähnlichen Ergebnissen. Auch die Familienplanung ist für die 21-Jährige jetzt abgeschlossen, dabei hatte sie eigentlich vor, weitere Kinder zu bekommen.

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