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Kaffee in der Schwangerschaft und zuvor: Risiko für Fehlgeburt steigt durch Koffein

Koffein steigert Risiko einer Fehlgeburt
Koffein steigert Risiko einer Fehlgeburt Alarmierende Studie 00:00:29
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So stark beeinflusst Koffein die Schwangerschaft

Zwei Tässchen Kaffee zum Frühstück und eine am Nachmittag werden dem Baby schon nicht schaden. Das denken viele werdende Mütter. Eine aktuelle Studie beweist aber das Gegenteil: Mehr als zwei Tassen koffeinhaltige Getränke während der Schwangerschaft erhöhen das Risiko einer Fehlgeburt. Außerdem stellten die Forscher fest, dass nicht nur der Koffeinkonsum der Mutter eine Rolle spielt – auch Männer mit Kinderwunsch sollten diesen besser einschränken!

Frau mit unerfülltem Kinderwunsch.
Kaffee in der Schwangerschaft fördert Risiko einer Fehlgeburt.

Zwischen 2005 und 2009 untersuchten Forscher in den US-Bundesstaaten Michigan und Texas 501 Paare auf ihren Lebensstil und die Fruchtbarkeit. 344 Paare wurden schwanger – 98 darunter erlitten eine Fehlgeburt. Durch die Angaben der Paare wurde schnell deutlich: Trank die Mutter mehr als zwei Koffeingetränke täglich, so stieg das Risiko einer Fehlgeburt stark. Doch auch der Vater trug dabei eine entscheidende Rolle!

Schlechtere Spermienqualität

Der Konsum koffeinhaltiger Getränke durch den Vater ist nämlich ebenso eng mit dem Verlust des Fötus verknüpft wie bei der Frau. Das fanden die Forscher der US-Gesundheitsinstituten und der Universität Ohio heraus. Der Koffeinkonsum schade den Spermien und könne eine veränderte Chromosomen-Anordnung beim Embryo zur Folge haben, so die Leiterin der Studie.

Doch laut dieser Untersuchung gibt es auch Möglichkeiten, das Risiko einer Fehlgeburt zu verringern: Nahm die Frau in den Wochen vor Beginn der Schwangerschaft täglich Multivitamintabletten, so sank das Risiko um etwa 55 Prozent. Setzte sie die Einnahme nach der Befruchtung dann fort, so verringerte sich das Risiko sogar um 79 Prozent.

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