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Känguruhen bei Frühchen: Warum Körperkontakt so wichtig ist

Vater und Sohn haben je ein Frühchen auf der Brust liegen
Vater und Sohn praktizieren das Känguruhen mit neugeborenen Frühchen.

Känguruhen für Früchen gängige Praxis

Dieses Foto von Vater und Sohn mit den frisch geborenen Zwillingen ist eines der emotionalsten Bilder des Internets. Es zeigt einen Vater und seinen Sohn, beide haben je ein Frühchen auf der Brust liegen. Wann die Kinder geboren wurden und wie schwer sie bei der Geburt waren, erfährt man leider nicht.

Das so genannte Känguruhen - die Babys werden regelmäßig auf die Brust der Eltern gelegt - ist allerdings umstritten. In einem Inkubator beispielsweise sind die Kinder vor gefährlichen Bakterien geschützt. Man geht davon aus, dass die Bakterien der Eltern schädlich sein könnten. Allerdings verwerfen Experten diese Einwände: Die Bakterienflora ist für diese zarten Wesen weniger gefährlich als Krankenhauskeime.

Känguruhen wird auch auf Frühchenstationen hierzulande praktiziert. Frühchen ab einem Gewicht von 700 Gramm können nach dieser Methode behandelt werden. Dadurch stärkt sich die Atmung sowie Wachstum des Frühchens. Außerdem gib es doch für die Eltern nichts Schöneres als ihr Baby zu bekuscheln.

Bonding für Frühchen ist enorm wichtig

Das Känguruhen ist also für Eltern sowie für das Frühchen von Vorteil. Herzschlag, Hautkontakt und Körperwärme des Elternteils erzeugen eine ähnliche Umgebung wie im Bauch der Mutter.

Eine Studie aus Kanada zeigt sogar, dass Frühchen, die mit Känguruhen betreut wurden, später vergleichbare Gehirnreaktionen aufzeigten wie zum Normalzeitpunkt geborene, während Frühchen ohne Känguruhen deutlich schlechter abschnitten.

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