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Kälteallergie: Ursachen, Symptome und Behandlung bei einer Kälteurtikaria

Kälteallergie: Krank durch Kälte
Die Kälteallergie, auch Kälteurtikaria genannt, ist eine Sonderform der Nesselsucht. © Deklofenak - Fotolia

Kälteallergie: Wenn die Haut im Winter durchdreht, handelt es sich um eine "Kälteurtikaria"

Es gibt Menschen, die leiden mehr unter der Kälte als andere. Während die einen „nur“ frieren, bekommen die anderen stark juckenden Ausschlag auf der Haut. Was landläufig als Kälteallergie bezeichnet wird, heißt unter Medizinern Kälteurtikaria.

Haben Sie manchmal juckende, rote Quaddeln auf der Haut? Besonders wenn es kalt ist? War der Ausschlag plötzlich da ? Haben Sie sonst noch eine Allergie? Wenn das so ist, kann das ein Hinweis darauf sein, dass Sie an einer Kälteallergie leiden.

Viele Betroffene fühlen sich von Ärzten allein gelassen. Bis die Diagnose Urtikaria gestellt wird, vergeht oft viel Zeit. Da der Ausschlag keinen Halt vor sichtbaren Stellen wie Gesicht, Hals und Hände macht, ist der Leidensdruck groß. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Mit einem Eiswürfel kann ganz einfach getestet werden, ob es sich um eine Kälteurtikaria handelt. Ein Allergologe legt mehrere Eiswürfel auf den Unterarm und entfernt sie zu unterschiedlichen Zeiten. Durch typische Hautveränderungen kann der Arzt dann eine Urtikaria diagnostizieren.

Schon ein kalter Wind kann die Freisetzung von Histamin im Körper auslösen und zu einem hässlichen und juckenden Ausschlag führen. An der Stelle, an der die Haut mit der Kälte in Berührung kommt, entstehen innerhalb von Minuten Rötungen, Schwellungen und starker Juckreiz. Es fühlt sich an, als wenn man in Brennnesseln gefasst hätte. Die Schwellungen können sich mit der Zeit ausbreiten. Gefährlich ist diese Hautreaktion meistens nicht, nur äußerst unangenehm.

Wird eine große Hautfläche der Kälte ausgesetzt, wird auch eine größere Menge an Histamin freigesetzt. Das passiert zum Beispiel beim Sprung in eiskaltes Wasser. Atemnot, erhöhter Puls, Blutdruckabfall und Kreislaufschock könne als Folge dann sogar zum Tod führen.

Die Ursache, warum es zu einer Kälteallergie kommt, ist immer noch unklar. Begleitend sind oft andere Allergien. Schübe werden oft durch manche Nahrungsmittel wie gespritztes Obst, Kaffee, Fleisch und Alkohol verschlimmert. Die gute Nachricht ist: Die Symptome verschwinden oft genauso schnell, wie sie gekommen sind. Ansonst ist der Weg zum Arzt unvermeidlich und medikamentöse Therapien notwendig. Antihistaminika und Antibiotika versprechen oft Besserung.

Was tun bei einer Kälteallergie? Vier Tipps, die bei Kälteurtikaria helfen können

Kälte vermeiden. Ein kaltes Lenkrad kann schon einen Schub auslösen. Ebenso kalte Getränke, eine Tiefkühlpizza und ein scharfer kalter Wind können eine Urtikaria hervorrufen.

Nehmen Sie immer eine Mütze, Schal und Handschuhe mit. Wenn Ihr Gesicht stark betroffen ist, hilft auch eine Sturmhaube von Motorradfahrern. Je mehr Haut vor Kälte geschützt wird, desto weniger Auswirkungen kann ein Allergieschub haben.

Nehmen Sie immer eine antiallergische Salbe mit. Diese kann das Schlimmste verhindern.

Springen Sie nicht einfach in kalte Gewässer. Eine Kälteallergie kann in Ausnahmefällen zum Tode führen.

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