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K.o.-Tropfen: So schützen Sie sich davor

So schützen Sie sich vor den gefährlichen Tropfen
So schützen Sie sich vor den gefährlichen Tropfen K.O.Tropfen-Schnelltest soll helfen 00:01:43
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Die besten Tipps zu Ihrer Sicherheit

K.o.-Tropfen sind so gefährlich, weil man sie weder riechen noch schmecken kann. Viele Täter schütten sie ihren Opfern ins Getränk, um diese danach vergewaltigen und missbrauchen zu können. In anderen Fällen werden die bewusstlosen Opfer ausgeraubt. Niemand ist also sicher vor einem heimtückischen Angriff mit K.o.-Tropfen.

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K.o.-Tropfen: So schützen Sie sich davor
Lähmung und Willenlosigkeit sind nur zwei Symptome von K.o.-Tropfen © dpa, Achim Scheidemann

Tatort ist meist die Disco, neuerdings aber auch Veranstaltungen wie Festivals oder Konzerte: Dichtes Gewühl, offen und unbeaufsichtigt stehende Gläser und Flaschen machen es dem Täter leicht, die Tropfen ins Glas zu schütten.

Das rät die Polizei

Reden Sie vorher mit Ihren Freunden und Freundinnen über die Gefahr von K.o.-Tropfen und informieren Sie sich. Es ist wichtig, dass jeder in der Gruppe sich der Gefahr bewusst ist. Die Opfer sind meist sehr jung und unerfahren. Seien Sie nicht naiv! Vereinbaren Sie eine oder mehrere der folgenden Schutzmaßnahmen.

Behalten Sie Ihr Getränk und das Ihrer Freundinnen und Freunde im Auge und passen Sie auf, dass niemand etwas hineinschüttet.

Am besten lassen Sie sich Ihr Getränk direkt von der Bedienung hinstellen und nicht von jemand anderem mitbringen. Seien Sie vorsichtig bei Einladungen.

Bleiben Sie bei Ihrem Getränk, bis es ausgetrunken ist. Wenn Sie vorher zur Toilette gehen, bitten Sie eine Freundin oder einen Freund, darauf aufzupassen. Wenn Ihr Getränk einen seltsamen Geschmack hat, schütten Sie es weg. Es gibt allerdings viele K.o.-Tropfen, die Sie nicht schmecken.

Merken Sie Störungen im Befinden (Übelkeit, Lähmung, Kraftlosigkeit, Hilflosigkeit, Schwindel), bitten Sie das Personal oder die Freunde sofort um Hilfe.

Bleiben Sie möglichst mit den Menschen zusammen, mit denen Sie losgezogen sind. Wenn Sie dann doch jemand kennen lernen sollten: Vereinbaren Sie vorher, dass ein Freund oder eine Freundin im Falle Ihres Fortgehens mit einer neuen Bekanntschaft, den Ausweis mit dem Handy fotografiert oder sich eine SMS schicken lässt. So ist zumindest klar, welche Handynummer oder Ausweisdaten die Bekanntschaft hat. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit den eigenen Freunden im Handykontakt zu bleiben.

Haben Sie im Anschluss an einen Party- oder Discobesuch Erinnerungslücken, die Sie nicht nachvollziehen können, weil Sie nur wenig getrunken haben oder Sie fühlen sich sehr unwohl und finden keine Erklärung dafür, sollten Sie eine Urinprobe im Kühlschrank für einen Test aufbewahren und die Polizei einschalten. Denn K.o.-Tropfen sind nur bis zu zwölf Stunden nach der Einnahme im Blut nachweisbar. Das gilt auch dann, wenn weiter nichts Schlimmes passiert ist. K.o.-Tropfen sind illegal, gefährlich und wer sie jemandem einflößt, macht sich strafbar.