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Jungfräulichkeit versteigert: Ist das schon Prostitution?

Jungfräulichkeit versteigert: Ist das schon Prostitution?
Jungfräulichkeit versteigert: Ist das schon Prostitution? © Screenshot Virginswanted.com.au

Das 'Erste Mal' für 600.000 Euro versteigert

Das 'Erste Mal' soll etwas ganz Besonderes sein, mit jemanden, den man liebt. Denkt man. Doch in jüngster Zeit häufen sich die Meldungen, dass junge Mädchen oder Jungen ihre Jungfräulichkeit im Internet versteigern. Zwei Fälle werden nun von Filmemacher Justin Sisely im umstrittenen Dokumentarfilm ‚Virgins wanted‘ begleitet.

Die 20-jährige Brasilianerin Catarina Migliorini hat ihr 'Erstes Mal' für umgerechnet 600.000 Euro versteigert. Um Prostitionsvorschriften zu umgehen, soll der Sex im Flugzeug auf dem Weg von Australien in die USA stattfinden. Doch wie eine Prostituierte fühlt sich Migliorini deshalb absolut nicht, obwohl sie Sex gegen Geld anbietet: "Für mich ist das keine Prostitution. Wenn jemand in ihrem oder seinem Leben etwas nur einmal tut, gilt das nicht als Beruf. Wenn Sie ein Foto machen und es wird gut, dann werden sie deshalb auch nicht als Fotograf angesehen", sagte sie der Zeitung ‚Folha de São Paulo. Das Geld will sie im Übrigen in ihre Zukunft stecken und ihr Medizinstudium finanzieren. Außerdem wolle sie für soziale Projekte spenden.

Der Bieter kommt aus Japan und heißt ‚Natsu‘. Die Regeln für den jungfräulichen Sex sind klar umrissen: Keine Sex-Spielzeuge, keine Küsse und auf jeden Fall wird ein Kondom benutzt. Im Film werde es keine intimes Szenen geben, sondern vor allem Interviews mit den beiden jungen Protagonisten.

Bei der männlichen ‚Jungfrau‘ handelt es sich um den jungen Russen Alexander. Für ihn wurden umgerechnet 2.300 Euro aus Brasilien geboten.

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