Jungen, die ohne Vater aufwachsen, sind anfällig für Kriminalität

Männliche Bezugspersonen sind für Jungen wichtig

Wenn Jungen ohne Vater oder eine männliche Bezugsperson aufwachsen, sind sie in vielerlei Hinsicht gefährdet. Sie entwickeln ein sehr labiles männliches Selbstbild und drohen im Kampf mit sich selbst auf Abwege zu geraten. Eine Studie ergab eine erschreckende Zahl: 85 Prozent aller jugendlichen Häftlinge in Deutschland sind ohne Vater aufgewachsen.

Aber auch wenn es nicht gleich der Knast ist, haben diese jungen Männer Probleme. Vielen fehlt der Ordnungssinn und ein geregelter Tagesablauf ist mit ihnen nicht zu haben. So geht es auch dem 19-jährigen Marven. Nach dem Schulabschluss packt er es nicht, in einer Lehrstelle durchzuhalten. Er fängt eine weitere Schulausbildung an, die er aber wieder abbricht. Dann wieder eine neue Lehrstelle und auch da das Aus und so weiter. Das RTL-Kamerateam darf ihn im Chaos seines Zimmers filmen, das stört ihn alles nicht. Schon seit Jahren lässt er sich von seiner Mutter nichts mehr sagen. Er macht, was er will und oft ist das einfach: gar nichts!

Wenn sich der Vater für sie nicht interessiert, bekommt das Selbstwertgefühl der Jungen einen Knacks. Als Konsequenz der ständig gefühlten Enttäuschungen und Entwertungen steigt das Aggressionsniveau an. Viele Jungen werden gewalttätig. Mitunter richten sie ihre Gewalt auch gegen sich selbst, manchmal wird die Mutter zum Opfer. Das hat auch Marvens Mutter erfahren müssen: „Ein Horrorfilm“, sagt sie, war das, als ihr Sohn zum ersten Mal gegen sie handgreiflich wurde. Welche Gedanken machen sich beide über das weitere Zusammenleben? Das sehen Sie in unserem Video!

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