Junge oder Mädchen: Warum ist das Geschlecht des Babys so wichtig?

Bestimmt die Unterwäsche das Geschlecht?
Bestimmt die Unterwäsche das Geschlecht? Schwangerschaftsmythen: Was ist wirklich dran? 00:03:07
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Ist das Geschlecht des Babys nicht Nebensache?

Pikante Baby-News: Sex und Stress entscheiden, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird! Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. Was ist dran? Und warum ist uns das eigentlich so wichtig?

Von Dagmar Baumgarten

"Juhu- ich bin schwanger!"- "Echt? Glückwunsch! Was wird es denn?" "Ich freu mich so, es wird…" Halt! Vorsicht - was Sie jetzt sagen, verrät mehr über Ihr Intimleben, als Ihnen vielleicht lieb ist! Denn eine britische Studie belegt, dass es eben doch kein Zufall ist, welches Geschlecht der Nachwuchs hat. Tja, falls an den neuesten Erkenntnissen was dran ist, wünschen sich jetzt wohl Einige, dass diese verräterische Studie besser geheim geblieben wäre.

Aber alle, die sich gerade auf einen Jungen freuen, kann man jetzt wohl doppelt beglückwünschen! Denn je mehr Sex wir haben, umso größer die Wahrscheinlichkeit für männlichen Nachwuchs. Bedauerlicherweise heißt es aber auch: Je mehr Stress die Mutter hat, umso wahrscheinlicher wird es ein Mädchen.

Zu verdanken haben wir diese neue Erkenntnis Professor David Spiegelhalter von der Universität Cambridge. Er hat mal ganz ausführlich in britische Betten geschaut, und dabei übrigens auch herausgefunden, dass die bisherige Erkenntnis, dass mit 35 Jahren die Fruchtbarkeit bei Frauen automatisch sinkt, überholter Quatsch ist.

Aber die Sache mit den Sex und den Jungs scheint aktuell bestätigt zu sein. Noch mal deutlich gesagt: Es geht nur um die Quantität, nicht um die Qualität der Bettaktivitäten. Also je mehr Sex die Partner in ihrer fruchtbaren Zeit haben, umso eher entwickelt sich männlicher Nachwuchs. Die Ärzte sind darauf gestoßen, weil nach Kriegen mehr Jungen als Mädchen geboren werden.

Denn wenn die Männer auf Heimaturlaub waren, wurde die Zeit möglichst intensiv genutzt. Es kam also in kurzer Zeit zu viel häufigerem Sex, als unter normalen Umständen.

Die Verlockung das Geschlecht zu bestimmen

Und wann kamen die Mädchen zum Zug? In Zeiten, in denen Paare gemeinsam längeren Stress ertragen müssen, zum Beispiel nach Erdbeben oder Hungersnöten. Denn da kam es zu deutlich weniger Sex, und dann stieg jedes Mal die Anzahl der weiblichen Babys an.

Aber ob Junge oder Mädchen - heißt es nicht immer: Hauptsache gesund? Das unterschreiben sicher 100 Prozent aller werdenden Eltern. Aber trotzdem ist es natürlich verlockend, das Geschlecht des Kindes zu bestimmen. Deswegen gibt es auch so viele Tricks und Tipps, wie man schon beim Geschlechtsverkehr selbst angeblich das Geschlecht beeinflussen kann. Aber warum?

Immer noch haben Jungen den Ruf, einfacher zu sein. Sozialpsychologen gehen aber davon aus, dass das eher noch das Überbleibsel aus einer Zeit ist, in der Männer als Beschützer und Ernährer der Familie galten, und die Mutter schon wegen des Fortbestands der Sippe lieber einen Jungen an ihre Brust legte.

Und das hat sich bis heute gehalten. Ein weiterer Grund, eher zu Jungen zu tendieren, ist leider immer noch, dass es Männer einfacher haben als Frauen. Das ist ja wohl hoffentlich bald überholt. Jedenfalls wünschen wir Liebhabern von blauer Babywäsche jetzt ganz viel Spaß - schließlich ist jetzt wissenschaftlich belegt: Viel hilft viel!

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