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Jumping Fitness - ein Erfahrungsbericht

Heino und Detlef D! Soost sind Jumping-Fitness-Fans
Heino und Detlef D! Soost sind Jumping-Fitness-Fans Das Trampolin als Trend-Sportgerät 00:00:28
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Springen, bis die Muskeln brennen: Jumping Fitness

Ein bisschen auf einem Trampolin rumhüpfen als neue Sportart – wie effektiv sollte das denn bitte sein? Das fragte ich mich, als ich das Plakat im Fitnessstudio erblickte, das den neuen Kurs 'Jumping Fitness' ankündigte. Als meine Freundin Andrea, übrigens eine echte Sportskanone, dann sagte: "Was für ein Blödsinn" nickte ich noch zustimmend. Bei ihrem anschließenden "Das probieren wir aus!" glich mein Blick dann vermutlich dem allseits bekannten erschrockenen Smiley mit den riesigen Augen. What?

Von Maike Nagelschmitz

Ich ließ mich aber schnell überzeugen. Wieso eigentlich nicht? Dann halt mal ein bisschen Spaß-Sport statt Squats, Lunges und Co. Die könnten wir ja danach immer noch machen, so mein Plan. Außerdem wollte ich als Kind auch immer ein Trampolin haben, das kann ja bestimmt ganz amüsant sein. Aber aus der Puste würde es mich allerdings so schnell nicht bringen. Ganz sicher!

Zur Vorbereitung recherchierte ich mal online. Wie sieht das Ganze überhaupt aus? Das erste Ergebnis bei meiner Online-Recherche waren Promo-Videos, die Detlef D. Soost und Heino (!) auf dem Trampolin zeigten – grinsend inmitten einer Horde Mädels in Hotpants und Stulpen. Ahja…na dann. Das konnte ja heiter werden. Am nächsten Sonntag stand für uns also Jumping Fitness auf dem Programm. Halt nur ohne Hotpants und Stulpen.

Glücklicherweise, denn schon bei den ersten 'Hopsern' schoss eine Frage durch meinen Kopf: Wackeln Hintern und Oberschenkel wirklich oder fühlt sich das nur so an? Beim nächsten Mal würde ich eine Kompressionshose anziehen - definitiv! Die anderen Mädels (ja, Klischee erfüllt: in der ersten Stunde waren NUR Frauen anwesend) schienen sich diese Gedanken nicht zu machen, sondern 'hüpften' fröhlich auf und ab. Ähm na gut, dann lächle ich jetzt auch mal – zumindest für die nächsten fünf Minuten.

Denn dann wurde mir plötzlich ziemlich heiß. Ja tatsächlich: Was zuerst so easy aussieht, brachte mich relativ schnell aus der Puste. Bei richtiger Ausführung – das 'musste' ich schnell lernen - ist Jumping Fitness nämlich alles andere als ein bisschen Hopserei auf einem Trampolin. Ganz wichtig: Nicht nach oben springen, sondern ins Trampolin hinein. Klingt komisch, macht aber den Unterschied! Der Trick liegt darin, den Oberkörper relativ ruhig auf einer Ebene zu halten, während Beine und Arme arbeiten.

Mehr als 400 Muskeln sollen beim Jumping Fitness im Einsatz sein. Eine Viertelstunde auf dem Trampolin ist angeblich sogar effektiver als eine halbe Stunde Joggen. Der Trainerin zufolge verbrennt man pro einstündiger Trainingseinheit etwa 1.200 Kalorien, baut dazu Muskeln auf und festigt das Bindegewebe. Und wirklich: Die verschiedenen Schritte namens Heel, Scissor oder Tip Toe machen sich in den Muskeln bemerkbar – spätestens am nächsten Tag.

Was sich übrigens auch schnell bemerkbar macht, ist, dass Jumping Fitness auch ein bisschen Konzentration erfordert. Im Spiegel beobachten, ob man die Übungen auch richtig ausführt, wäre grundsätzlich sicher keine schlechte Idee - solange man dann auch mitbekommt, wenn der Rest des Kurses schon längst bei der nächsten Choreo ist. Muss das doof ausgesehen haben. Wobei…was soll's? Denn – ich geb's ja zu – ich hatte tatsächlich Spaß. Und plötzlich war mir die blöde Kompressionshose dann auch egal.

Fazit: Jumping Fitness ist die perfekte Sportart für diejenigen, denen der Spaßfaktor besonders wichtig ist. Aber ein bisschen Disziplin gehört dennoch dazu: Die Intensität der Übungen lässt sich wirklich variieren, weshalb man dem inneren Schweinehund zwischendurch schon mal auf die Füße treten muss. Also Mädels: Ab auf die Trampoline - und nicht selbst an der Nase herumführen. Dann klappt's auch mit dem Knackpo!

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