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Jugendliche und Alkohol: So verhalten sich Eltern richtig

Offene Gespräche, statt ein Nein ohne Erklärung sind der Schlüssel

Wie besorgen sich Jugendliche eigentlich ihren Alkohol? Im Supermarkt, an der Tankstelle oder über ältere Freunde? Weit gefehlt: Zwei Drittel der Kinder besorgen sich ihren Bier- oder Weinvorrat aus den Beständen von Mama und Papa. Das geht jetzt aus einer neuen Studie hervor. Wie sollten sich Eltern also am besten verhalten, um nicht den Alkohol-Rausch ihrer Kinder zu unterstützen?

Gerade an Wochenenden füllen sich die Notaufnahmen der Krankenhäuser seit Jahren immer mehr mit alkoholisierten Teenagern. Besondern angesagt bei den Jugendlichen: Mischgetränke. "Die Cola mit irgendeinem Schnapsgetränk zusammengemixt. Das ist schon etwas, was die Jugendlichen gerne trinken, weil es ja auch dann den bitteren Alkoholgeschmack überdeckt", erklärt Studienleiter Professor Reiner Hanewinkel im RTL-Interview.

Bei den Eltern wird da öfter mal ein Auge zugedrückt. Doch was ist eigentlich das richtige Verhalten? Ein lockerer Umgang oder doch lieber den Alkohol wegschließen? Inga Bensieck von der Suchtprävention in Berlin rät zu Offenheit. "Das müssen die Eltern mit ihren Kindern besprechen. Dass die Kinder sehen, Alkohol steht im Kühlschrank oder in der Kiste Bier im Keller, aber da habe ich nicht ranzugehen. Jugendliche müssen lernen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu entwickeln und das müssen Eltern vorleben." Das heißt, offene Gespräche statt ein Nein ohne Erklärung sind der richtige Schritt, um Aufenthalte der Kinder im Krankenhaus zu verhindern.

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