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Jogging: So wirkt das Lauftraining auf Ihren Körper

Wie viel soll ich beim Sport trinken?
Wie viel soll ich beim Sport trinken? Prof. Dr. Froböse klärt auf 00:00:40
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Jogging-Effekt: Weniger Fett, mehr Muskeln

Barbara Gehl hat der Ehrgeiz gepackt. Runde für Runde dreht sie im Park - und hält sich dabei bislang strickt an ihren vorgegebenen Laufplan. Dreimal pro Woche ist sie unterwegs. Immer 20 Minuten mit kurzer Gehpause. "Mittlerweile sind wir in der zweiten Woche. Der Puls bleibt doch deutlicher unten. Ich merke, dass ich schneller laufe und tendiere fast zur Überanstrengung", sagt die 29-Jährige.

Beim Jogging werden viele Kalorien verbrannt.
Durchhalten lohnt sich: Nach drei Monaten gehört regelmäßiges Jogging zum Alltag. © Jean-Marie Guyon - Copyright 200

Doch genau das ist der häufigste Anfängerfehler: Überlastung durch Übermotivation. Viele Läufer steigern die Belastung zu schnell, wenn sich die ersten Erfolge einstellen. Um ihre Gesundheit nicht zu gefährden hat sich die 29-Jährige von einem Sportmediziner ein Laufprogramm erstellen lassen. Dafür musste Barbara zunächst durch einen Körpercheck. Dr. Wolfgang Schillings gab ihr Tipps für die richtige Haltung und eine Pulsuhr mit auf den Weg.

Barbaras Herz-Kreislauf-System ist top in Form, sie fühlt sich fit - keine Spur von Muskelkater oder Erschöpfungszuständen. Doch in Woche drei fühlt sich auf einmal alles anders an: "Ich habe gemerkt, dass ich morgens ganz schwer aus Bett komme. Leider habe ich das letzte Training geschwänzt! Heute fühle mich dementsprechend wie vom LKW überrollt", sagt Barbara. Den Sportmediziner überrascht das nicht. Erst nach etwa drei Monaten integriert sich regelmäßiges Joggen so in den Lebensplan, dass es wie von selbst läuft.

Jogging lässt Pfunde purzeln

Barbara muss jetzt durchhalten, und das tut sie! Die Mühe hat sich gelohnt: Sie empfindet die gleiche Laufstrecke als weniger anstrengend, hat insgesamt mehr Puste und fühlt sich fitter. Selbst die Tatsache, dass sich auf der Waage keine Veränderung zeigt, schockt die PR-Beraterin nicht: "Ich bin von dem Wert überhaupt nicht überrascht, weil ich auch auf Nichts verzichtet hab. Ich habe meine Ernährung nicht umgestellt und mir auch mal Schokolade oder ein Eis erlaubt!"

"Man kann sehen, dass bei Sportlern auch die Muskeln zunehmen, weil man sie vorher nicht gebraucht hat und das Fett entsprechend reduziert ist, so dass das Gewicht unterm Strich oft gleich bleibt“, sagt Dr. Wolfgang Schillings. Aber sich die Körperzusammensetzung sich verändert hat im positiven Sinne. Bei Barbara beginnt das Joggen also zu wirken. Und wenn sie nicht von der Strecke abkommt, könnten als netter Nebeneffekt durchaus auch noch ein paar Pfunde purzeln.

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