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Jeder Zehnte stirbt an Bewegungsmangel

Jeder Zehnte stirbt an Bewegungsmangel
Jeder Zehnte stirbt an Bewegungsmangel © dpa, C3495 Jörg Carstensen

Couch Potatoes riskieren einen frühen Tod

Bewegungsmangel kostet jährlich 5 Millionen Menschen ihr Leben - das sind zehn Prozent aller Todesfälle weltweit. Eine in der britischen Fachzeitschrift 'The Lancet' veröffentlichte Studie belegte, dass jährlich 5,3 Millionen Menschen weltweit an den Folgen eines Couch-Potato-Daseins sterben. Körperlich inaktiv sind alle, die sich nicht mindestens fünfmal pro Woche mäßig oder dreimal die Woche kräftig körperlich anstrengen.

Vor allem Kinder sind sehr stark betroffen: Während sich drei von zehn über-15-Jährigen nicht ausreichend bewegen, sind es bei den 13-15-Jährigen schockierende acht von zehn. Aber auch im Alter nimmt die körperliche Inaktivität - vor allem bei Frauen - zu.

Bewegungsmangel kann zu Gesundheitsproblemen wie koronarer Herzkrankheit, Typ-2-Diabetes oder Brust- und Dickdarmkrebs führen, wie eine zweite Studie aus dem Jahr 2008 befand.

Die Wissenschaftler empfehlen, Menschen mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen für Fußgänger und Fahrradfahrer vom Auto wegzubewegen. Außerdem solle der Schulsport stärker gefördert und mehr Trainingsplätze kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

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