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Je länger der Winter, desto schwieriger das Aufstehen

Je länger der Winter, desto schwieriger das Aufstehen
© picture-alliance/ dpa, Lehtikuva Tuomas Marttila

Es ist kalt. Es ist dunkel. Der Wecker klingelt unbarmherzig. Die Nacht kann doch nicht schon rum sein? Gähn! Die Augen wollen nicht offen bleiben und der Körper fühlt sich schwer und träge an. Aber es hilft ja nichts. Man muss sich doch aus dem Bett quälen, irgendwie, denn die Arbeit ruft.

Doch es gibt Abhilfe für diese Startschwierigkeiten. Oft helfen schon kleine Verhaltensänderungen, um besser aus den Federn und leichter in Gang zu kommen - ob Montag oder nicht.

Am besten geht man abends in etwa immer zur selben Zeit zu Bett.

In der Stunde vor der 'Heia' sollten keine aufregenden TV-Filme mehr auf dem Programm stehen. Auch wenn Sie meinen, Sie lässt ein Spielfilm völlig kalt – im Unterbewusstsein beschäftigen Sie sich möglicherweise doch damit. Leichte Lektüre oder das Hören von beruhigender Musik stimmen besser auf die Nachtruhe ein.

Keine schwere Kost gilt auch im wahrsten Sinne des Wortes: Verzichten Sie am Abend lieber auf schwere Mahlzeiten.

Außerdem kann es helfen, das Schlafzimmer noch einmal kräftig durchzulüften, damit man nachts genügend Sauerstoff tankt.

Für die meisten Menschen ist eine Schlafdauer von unter sechs Stunden zu wenig, besser sind mindestens sieben Stunden. Wieder andere Personen brauchen acht Stunden, um sich zu erholen. Die eigene ideale Schlafdauer sollte man kennen und entsprechend früh zu Bett gehen, um bis zum Aufstehen ausreichend Schlaf zu erlangen.

Werden Sie morgens immer genau aus den schönsten (oder auch nicht so schönen) Träumen gerissen? Das hilft beim Aufstehen auch nicht gerade. Es kann helfen, die Weckzeit ein wenig zu variieren. Oft hilft es schon, fünf bis zehn Minuten früher oder später geweckt zu werden. Denn dann befindet sich der Körper möglicherweise nicht mehr mitten in einer Traum- oder Tiefschlafphase und das Aufwachen fällt leichter.

Auch die Wecker-Industrie hat sich inzwischen um die schlafgestörten Deutschen gekümmert. Verschiedene Spezialwecker sollen das Aufwachen erleichtern. Dazu gehören sogenannte Schlafphasenwecker, die mit einem Sensor ermitteln, wann sich ein Mensch in einem sehr seichten Schlummer befindet und somit ohnehin bereits fast wach ist. Während einer solchen Phase innerhalb eines bestimmten Zeitraums vor der gewählten Weckzeit wird man dann von diesem speziellen System aus dem Schlaf geholt.

Ein weiterer Ansatz ist das Wecken mit Licht. Durch die geschlossenen Augenlider nimmt der Mensch Helligkeitsänderungen wahr. Darauf setzen an Wecker gekoppelte Leuchten, die einen Sonnenaufgang im Schlafzimmer simulieren. Nach und nach wird die Helligkeit gesteigert, die Schlaftiefe nimmt ab und das Wecken erfolgt weniger abrupt als bei einem Signal- oder Radiowecker.

Aber Schlafphase hin, leichte Kost her - seien wir mal ehrlich. Wintermorgen sind einfach keine tolle Sache.

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