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Je älter der Vater, desto dümmer das Kind

Je älter der Vater, desto dümmer das Kind
© Ana Blazic Pavlovic - Fotolia, Ana Blazic Pavlovic

Alter des Vaters und IQ des Kindes hängen zusammen

Je älter der Vater, desto dümmer der Nachwuchs. Sollte der Mann den Wunsch hegen, ein Kind in die Welt zu setzen, sollte er nach einer Studie der australischen Universität Queensland in Brisbane sich nicht allzu viel Zeit lassen. Die potenziellen Väter riskieren, dass ihr Kind einen niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) aufweist, als eins jüngerer Väter.

Forscher untersuchten in den 60er Jahren die kognitive Leistung von 33.000 amerikanischen Kindern im Alter von acht Monaten, vier und sieben Jahren. Die Daten wurden nun einer neuen Analyse unterzogen und erstmals wurde dabei das Alter der Eltern berücksichtigt. Demnach schneidet der Nachwuchs älterer Väter deutlich schlechter ab als die Kinder von jüngeren Vätern und erreichen im Schnitt sechs IQ-Punkte mehr. 'Ältere Väter' werden in der Studie diejenigen Männer bezeichnet, die das 44. Lebensjahr bereits überschritten haben.

Bei Frauen ist die Entwicklung umgekehrt

Je älter der Vater, desto dümmer das Kind

Das Ergebnis überrascht die Forscher. Bisher ging man davon aus, dass Kinder mit älteren Eltern einen Vorteil haben, weil diese mehr Zeit für den Nachwuchs aufbringen können. Die Ergebnisse der australischen Studie kann dies nicht bestätigen. Zumindest zum Teil nicht. Denn kurios ist die Feststellung, dass es sich bei Frauen umgekehrt verhält: Je älter die Mutter, desto klüger das Kind.

Über die Gründe wird spekuliert: Bei der Produktion der Spermien des Mannes, in denen sich die Erbanlagen befinden, können sich im Laufe der Jahre Fehler ansammeln. Denn Männer bilden ein Leben lang neue Spermien. Solche Erbgutveränderungen könnten die Intelligenzunterschiede ausmachen.

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