LEBEN LEBEN

James Robertson lief täglich 33 Kilometer zur Arbeit: So sehr hat ihn die Spendenflut berührt

Dank Spenden muss James Robertson bald nicht mehr so viel laufen

James Robertson ist wohl einer der gewissenhaftesten Menschen überhaupt. Als vor zehn Jahren sein Auto kaputt ging, beschloss er, den langen Arbeitsweg von 33 Kilometern zu Fuß zurückzulegen. Für seinen Job verbringt James Robertson den halben Tag mit dem Lauf zur Arbeit. Doch damit ist dank eines jungen Studenten jetzt Schluss.

Als Fabrikarbeiter mit kleinem Gehalt kann sich James kein neues Auto leisten. Um acht Uhr morgens geht er aus dem Haus, um dann um 14 Uhr pünktlich bei der Arbeit zu sein. Eine kleine Strecke kann der fleißige Mann auf dem Hinweg mit dem Bus fahren, doch wenn er um 22 Uhr Feierabend hat läuft, James Robertson bis spät in die Nacht ganz sechs Stunden zu Fuß nach Hause. "Man muss sich wirklich aufraffen, aber es gibt keine Entschuldigung", erzählt er im Interview. Trotz der Strapazen, die James fünf Tage die Woche auf sich nimmt, hat er im Job noch nie gefehlt.

"Ich will nicht arbeitslos werden. Wissen Sie, wie lange ich gebraucht haben, um diesen Job zu finden?", so der Fabrikarbeiter. Bald jedoch soll sich seine Situation deutlich verbessern. Als eine Zeitung über ihn berichtet, beschließt der Student Evan Leedy eine Spendenaktion im Internet zu starten und sammelt umgerechnet rund 200.000 Euro für James Robertson.

James Robertson kann sein Glück noch gar icht fassen. Beim ersten Treffen des 56-Jährigen mit dem Studenten bedankte er sich nun ganz persönlich: "Ich werde immer in deiner Schuld stehen. Das werde ich niemals vergessen", so Robertson laut 'independet.co'. Dass die Menschen in Detroit so viel Anteil an seiner Geschichte nehmen, hat ihn tief berührt: "Alle sagen Los Angeles sei die Stadt der Engel. Das ist aber falsch. Detroit ist die wahre Stadt der Engel."

Das Geld soll nun gut angelegt werden. Für ein neues Auto muss die Spendensumme allerdings nicht herhalten. "Wir sind dabei, das Auto-Problem zu lösen", verkündet College-Student Evan Leedy. Als Robertson gefragt wurde, welches Auto er sich denn wünschen würde, habe er den 'Ford Aurus' genannt. Ein Autohaus in Detroit will ihm diesen Wunsch nun erfüllen.

Und dank des Geldes muss sich der 56-Jährige erst mal keine Sorgen um die Finanzierung der Autoversicherung oder des Benzins machen. "Ich muss gewissenhaft damit umgehen. Denn der gleiche Gott, der mir all das gebracht hat, kann mir alles auch schnell wieder wegnehmen. Ich hoffe, ich bin bereit für alles, was gerade passiert."

Anzeige