Italienisches Paar darf Kind von Leihmutter nicht behalten - zur Adoption freigegeben

In Italien müssen Eltern ihr Baby zur Adoption freigeben, weil es von einer Leihmutter aus der Ukraine ausgetragen wurde.
Die Eltern dürfen ihr Kind nicht behalten. Es soll zur Adoption freigegeben werden. © picture alliance / Bildagentur-o

Paar hatte ukrainischer Leihmutter 25.000 Euro gezahlt

Diese Geschichte macht uns fassungslos. In Italien müssen Eltern ihr Kind zur Adoption freigeben, das von einer ukrainischen Leihmutter ausgetragen wurde. Wie der 'Tagesspiegel' berichtet, hat das nun ein Gericht so entschieden.

Weil das Paar kinderlos blieb, reisten sie in die Ukraine, um dort eine Leihmutter zu suchen. Als sie diese fanden, zahlten sie ihr 25.000 Euro. Allerdings weigerte sich die Leihmutter, als leibliche Mutter in der Geburtsurkunde aufzutauchen. Als das Paar versuchte, sich in Italien als Eltern in die ukrainische Geburtsurkunde eintragen zu lassen, verweigerten die Behörden das. Der Grund: Urkundenbetrug. Der kleine, dreijährige Tommaso ist damit elternlos und wird zur Adoption freigegeben. Das hat nun der Oberste Gerichtshof in Italien beschlossen.

Vor einem Jahr hatte die italienische Staatsanwaltschaft aber dafür plädiert, das Kind bei dem Paar zu belassen - zum Wohle des Kindes. Die höchste richterliche Instanz schmetterte das nun aber ab.

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