IQ vs. Schönheit: Frauen wollen lieber schön als schlau sein

IQ vs. Schönheit: Lieber schön als schlau?
IQ vs. Schönheit: Lieber schön als schlau?

Frauen würden ihren IQ für die Schönheit hergeben

Lieber hui! Und hohl? Als schlau und so wie man halt ist? Sicher doch! Viele Frauen würden, wenn sie denn die Wahl hätten, zu dem Schweinderl mit der Aufschrift "Schönheit" greifen und das Intelligenz-Schweinderl stehen lassen. Das zumindest fand die Zeitschrift 'Petra' bei einer Umfrage heraus. Mehr noch: Wenn sie denn könnten, würden die meisten Frauen angeblich sogar auf den ein oder anderen IQ-Punkt verzichten und sich dafür Schönheit kaufen. Ganz schön doof, oder vielleicht doch ganz schön clever?

Von Ursula Willimsky

Über tausend Frauen wurden gebeten, mal über die Frage "Würden Sie zehn Punkte ihres IQ abgeben, um einen Schönheitsmakel auszugleichen?" nachzudenken. Tja, und 65 Prozent der befragten Frauen würden das bereitwillig tun. Zehn IQ-Punkte - das entspricht in der Frauendenke zum Beispiel einer Kleidergröße (32 Prozent würden dafür Verstand lassen), einem größeren Busen (29 Prozent), längeren Beinen (21 Prozent) oder weniger Falten (18 Prozent). Für den perfekten Barbie-Look müsste man also locker schon mal 40 IQ-Punkte opfern - eine Option, die also nur für ganz hartgesottene Beauty-Victims in Frage kommt. Oder für Mensa-Mitglieder, die auch nach dem Kauf des Komplett-Programms vermutlich noch im IQ-Durchschnitt liegen.

IQ-Punkte abgeben: Schlau oder dumm?

Solche Umfrage-Ergebnisse lassen uns ja immer mal wieder an der Zielgruppe zweifeln. Andererseits: Wir sind ja für Frauen gemacht. Und deshalb bemühen wir uns jetzt mal, dem ganzen ein paar positive Aspekte abzugewinnen. Zum einen könnte man ganz einfach sagen: Ist doch super! Offenbar haben die meisten Frauen dermaßen viel Verstand über, dass sie locker mal auf ein paar Pünktchen verzichten können. Wer viel hat, kann eben auch viel geben, ohne dass es ihm weh tut.

Man könnte aber auch einfach anerkennen, dass das jetzt vielleicht mal eine Umfrage war, bei der nicht geflunkert wurde und die Damen einfach mal ganz ehrlich sagten, wovon sie träumen. Rosa Klein-Mädchen-Träume (in denen sich ja auch erwachsene Frauen ab und zu mal verlieren können) drehen sich ja nur sehr selten um den Ruf auf eine Gast-Professur in den USA. Eher schon um den Ruf eines Prinzen, der einen mit in sein Schloss nimmt, auf dass man den Rest seiner Tage in rauschenden Ballroben verbringt. Oder auch im großzügigen freistehenden Einfamilienhaus mit unverbaubarem Blick aufs Naturschutzgebiet. Und zum Golfplatz sind es auch nur 10 Minuten. Um letzteres zu erreichen, muss man - das lehrt leider die Erfahrung - entweder sehr schlau sein und hart arbeiten. Oder man muss sehr attraktiv sein und der Mann muss hart arbeiten oder reich geerbt haben.

Womit wir bei der gesellschaftlichen Realität wären: Und die sieht ja immer noch so aus, dass Frauen sich nachwievor häufig einen "Ernährer" für sich und die Brut suchen. So gesehen wäre es natürlich mehr als clever, ein paar IQ-Pünktchen zu opfern, um sich im Tausch dafür ein hoffentlich sorgenfreies Leben zu angeln. Jeder halbwegs begabte Controller würde einem wahrscheinlich beweisen, dass das eine perfekte Win-Win-Investition wäre. Zumal sie auch das Risiko minimieren würde, dass der Partner sich "unterlegen" fühlt, was die Herren gemeinhin ja nicht besonders schätzen. Und die Damen anhgeblich auch nicht. Denn auch das lehren Erfahrung und diverse Studien: So schlau, oder so gebildet Frauen auch sein mögen, die meisten hätten denn doch gerne einen Partner, der bildungsmäßig zumindest auf Augenhöhe steht. Was ja ohnehin immer schwieriger wird in Zeiten, in denen die meisten Menschen mit Abitur weiblichen Geschlechts sind. Mit ein paar IQ-Pünktchen weniger dürfte das alles kein Problem mehr sein.

Sind jetzt all die Frauen, die gerne IQ-Punkte abgeben würden für ein bisschen mehr Schönheit bemitleidenswert? Oder schlau? Wir wissen es nicht. Wir wären aber gerne bereit, für die richtige Antwort eine Kleidergröße abzugeben…

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