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Intrauterine Wachstumsretardierung: Frühchen Mollie wog nur 450 Gramm

Mollie ist ein echtes Weihnachtswunder
Mollie ist ein echtes Weihnachtswunder Sie wog nur 450 Gramm 00:00:57
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Das Baby kam drei Monate zu früh auf die Welt

Es ist ihr erstes Weihnachten mit Mama und Papa, dabei waren die Ärzte sicher, dass Frühchen Mollie Perrin nie Weihnachten feiern würde. Denn das Kind war im April drei Monate zu früh zur Welt gekommen. Zum Zeitpunkt ihrer Geburt wog Mollie nur 450 Gramm. Sie war so klein, dass der Ehering ihres Papas an ihrem Handgelenk wie ein Armreif wirkte.

Mollie litt im Bauch ihrer Mutter unter einer sogenannten intrauterinen Wachstumsretardierung (abgekürzt IUGR) und konnte sich deshalb nicht normal entwickeln. Die Krankheit bewirkt, dass der Fötus körperlich verzögert heranwächst. Sowohl das Körpergewicht als auch die Körperlänge können stark verringert sein, teilweise wachsen Körperteile auch ungleichmäßig. Die sogenannte 'asymmetrische Form', bei der die Kopfgröße normal ist, aber der Bauchumfang deutlich reduziert, tritt häufiger auf.

Die Ursachen für die intrauterine Wachstumsretardierung können unterschiedlich sein: Unterernährung der Mutter, Nikotin- oder Alkoholkonsum, aber auch Infektionen wie Herpes und Röteln, aber auch genetisch bedingte Ursachen. Üblicherweise wird die Maßnahme ergriffen, die Durchblutung der mütterlichen Plazenta zu verbessern, um dem Fötus zu helfen.

Doch da Mollie bereits geboren war, mussten die Ärzte sie 20 Wochen lang im Krankenhaus aufpeppeln, bis sie zu Kräften kam. Familie Perrin feiert jetzt trotzdem ein erleichtertes Weihnachten mit dem wohl größten Geschenk, das ihnen jemals jemand machen konnte - denn ihrer Tochter Mollie geht es inzwischen gut. Sie erholte sich und wiegt ganze 3,6 Kilogramm!

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