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Internationaler Tag des Faulpelzes: Darum sollten wir es mal langsam angehen lassen

Tired female student with obscured face sleeping on floor
Faul sein kann man auch mit Stil - und es tut unserem Körper so gut, einfach mal nichts zu tun. © Getty Images/iStockphoto, mediaphotos

Schöne Anregungen zum Faulenzen mit Stil

Wir befinden uns in einer Woche wichtiger Gedenktage. Auf den 8. August, den Weltkatzentag, folgt am 10. August der 'Internationale Tag des Faulpelzes', der in den USA als 'Lazy Day' erfunden wurde. Er fällt 2017 auf einen Donnerstag, und wer arbeitet, wird zunächst keine Möglichkeit haben, ihn angemessen zu zelebrieren. Aber das Wochenende kommt ja bald. Hier ein paar Anregungen zum Faulenzen mit Stil.

Von Christiane Mitatselis

Dauerstress macht krank

Stress ist in unserer Welt zu einem Statussymbol  geworden. Viele denken: Wer viel Stress hat, hat einen wertvollen Job und führt ein Leben voller wichtiger Aufgaben. Man kann es aber auch anders sehen: Dauer-Stress zu haben bedeutet, dass man sich entweder zu viel auflädt oder sich seine Zeit falsch einteilt. Es ist nicht erstrebenswert, ein gehetztes Leben zu führen, denn dadurch wird man krank. Phasenweise faul zu sein ist genauso wichtig, wie geschäftig zu sein - es geht wie immer im Leben um die richtige Balance.

Angst ablegen

Faulheit hat in unserer kapitalistischen Welt einen schlechten Ruf, denn sie ist nicht produktiv. Deshalb schaffen es viele Menschen nicht, ohne schlechtes Gewissen einen Tag lang nur auf dem Sofa zu fläzen, dabei wenig gehaltvolle Filme zu schauen. Oder Bücher zu lesen, die trivial, aber unterhaltsam sind. Man muss sich von diesen Zwängen befreien, die Angst vor der Faulheit überwinden. Denn nur wenn man es schafft, alle Verpflichtungen, Termine, Telefonate eine Zeitlang zu vergessen, kann man sich entspannen und Energie tanken. Jeder Mensch hat die Möglichkeit dazu, denn niemand ist so unentbehrlich, dass er sich nicht kurzfristig von allem lossagen kann. Alles andere ist Wichtigtuerei.

Faul sein mit Stil

Sich eine faule Pause zu gönnen, bedeutet nicht, sich gehen zu lassen und den Tag ungewaschen und ungekämmt zu verbringen. Es geht darum, mit Stil zu faulenzen. Wer sich geduscht und im hübschen Jogginganzug aufs Sofa legt, fühlt sich mit Sicherheit besser als jemand, der vor sich hin mieft. Einen faulen Tag kann man auch stilvoll zelebrieren, indem man einfach durch die Gegend schlendert und dabei zum Beispiel ein neues Kleidungsstück ausführt. Oder mit dem Fahrrad eine entspannte Tour macht –  mit gepflegter Picknick-Pause.

Vorbild Katze

Es gibt die Redewendung des faulen Hundes. Und tatsächlich können Hunde sehr gut faul herumliegen. Oft schnarchen sie aber. Und besonders, wenn es geregnet hat, stinken sie auch noch. Meister in der Kunst des formvollendeten Faulseins sind dagegen die in dieser Woche bereits geehrten Katzen. Gern legen sie sich in tiefenentspannter Haltung auf die Seite und blicken dabei provokant gelangweilt in die Welt. Bis ihnen irgendwann die Augen zufallen und sie sich lautlos in andere Sphären begeben. Schöner kann Faulenzen nicht sein.

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