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Intermittierendes Fasten: Wie gesund ist Kurzzeitfasten nach dem 16/8-Prinzip?

Intermittierendes Fasten: Essen nach Uhrzeit
Intermittierendes Fasten: Essen nach Uhrzeit Fasten nach Stundenplan 00:02:59
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Intermittierendes Fasten: Das Essen muss mal aussetzen!

Für viele gesundheits- und figurbewusste Menschen beginnt nach Karneval die Fastenzeit - und da gibt es etwas Neues: das sogenannte intermittierende Fasten. Dabei ist nicht ausschlaggebend, was auf dem Teller landet, sondern nur wann. Also quasi Essen nach Stundenplan. Obwohl es natürlich hilfreich für den Erfolg einer solchen Fastenkur ist, wenn man in der Zeit, in der man essen darf, auf Fast Food und sonstige Kalorienbomben verzichtet - sich also gesund und ausgewogen ernährt.

Beim intermittierenden Fasten darf man also nur wenige Stunden am Tag essen - nach einem festen Zeitplan beziehungsweise dem 16/8-Prinzip. Der Begriff "Intermittierend" kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie "aussetzen".

Man kann sich seinen Zeitplan beispielsweise folgendermaßen gestalten: In der ersten Woche darf man ganze acht Stunden pro Tag esssen, die restlichen 16 Stunden darf man nur Wasser, Brühe und ungezuckerten Tee zu sich nehmen. In Woche 2 sind es nur noch sechs Stunden Essenszeit und in Woche 3 nur noch vier Stunden.

Doch ist das überhaupt sinnvoll? Ernährungsmediziner und Fastenbegleiter Dr. Sven Werchan erklärt, was dieses Fastenprogramm mit unserem Körper macht: Dadurch, dass dem Körper zeitweise keine Nahrung zugeführt wird, greife er schon nach ca. 8-12 Stunden auf Reserven zurück - eine gewisse Gewichtsreduktion sei so wahrscheinlich.

Was tun gegen Heißhungerattacken?

Franzi probiert das intermittierende Fasten drei Wochen lang aus. Bei einer Größe von 1,66 m hat die 27-Jährige ein Gewicht von 86 kg und einen Bauchumfang von 102 cm. Sie fürchtet vor allem heftige Heißhungerattacken, die den Erfolg ihrer Fastenkur gefährden könnten.

Fastenexperte Dr. Werchan kann sie beruhigen: Solche Attacken seien eher kurzfristige Impulse und hielten nicht stundenlang an - manchmal ließe sich schon mit einem Glas Wasser oder einer Tasse Tee das Grummeln im Bauch beruhigen.

In der ersten Woche will Franzi von 10 bis 18 Uhr essen, also eher spät frühstücken und am frühen Abend das letzte Mal essen. Sie wird sich selbst beim Fastenprogramm filmen. Und schon an Tag 1 gibt es ein erstes Erfolgserlebnis: Franzi hat schon zwei Kilo an Gewicht verloren - ohne allzu sehr zu leiden. Ob das Durchhalten aber auch so leicht bleibt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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