Intensivtäter Igor (14): Polizeibeamte bewachen ihn rund um die Uhr

Kein Spaziergang ohne die Polizei im Genick

30 Verbrechen in drei Monaten - das klingt nach einem ausgewachsenen Schwerverbrecher. Tatsächlich handelt es sich bei Igor auch um einen gefährlichen Intensivtäter - allerdings ist der Junge gerade einmal 14 Jahre alt. Der Russlanddeutsche stellt bereits so eine große Gefahr dar, dass er 24 Stunden betreut und durch Bodyguards bewacht werden musste – auf Kosten der deutschen Steuerzahler natürlich. Nun hat sich die Polizei eine andere Lösung überlegt. Ob die jedoch ihren Zweck erfüllt und vor allem ob der deutschen Steuerzahler günstiger dabei weg kommt, ist fraglich.

Intensivtäter Igor (14): Polizeibeamte bewachen ihn rund um die Uhr
Der 14-jährige Igor gibt sich auf Fotos immer betont männlich

Auf Igors das Konto gehen Diebstähle, Überfälle, Attacken mit Messern und Eisenstangen. Auch in die Schule geht der Junge nicht mehr. Er ist schlichtweg zu gefährlich für seine Mitschüler und Lehrer. Mit dem Einsatz von Bodyguards versprach sich die Stadt Essen, Igor in den Griff zu bekommen. Dieses Vorhaben ist jedoch gescheitert. Kurz nach seinem 14. Geburtstag haben die Verantwortlichen deshalb eine andere Idee in die Tat umgesetzt: Anstelle der privaten Sicherheitsfirma, bewachen Igor nun Spezialkräfte der Polizei.

Wenn Igor spazieren geht, ist er also niemals allein. Ein silberner Wagen folgt ihm überall hin. Im Inneren befinden sich dabei nun die Zivilbeamten der Polizei. Knapp 2.000 Euro pro Tag werden dadurch immer noch für Igors Rundumüberwachung ausgegeben. Sobald der 14-Jährige allerdings erneut straffällig wird, könnten die Beamten ihn verhaften. Dann wäre die Bewachung des wohl teuersten Intensivstraftäters endlich Vergangenheit.

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