Inszenierte Vergewaltigung: Freizeitpark lässt Missbrauch nachempfinden

Inszenierte Vergewaltigung: Freizeitpark lässt Missbrauch nachempfinden

Wie ein Vergewaltiungsopfer fühlen?

Unfassbar, aber wahr: Um den Gruselfaktor im britischen Horror-Vergnügungspark ‚Scare Kingdom Scream Park‘ zu erhöhen, haben die Betreiber sich etwas besonders Erschreckendes einfallen lassen: Sie inszenieren eine Vergewaltigung für ihre Besucher! Das berichtet die ‚Daily Mail‘.

Der Horror-Park öffnet jedes Jahr pünktlich zu Halloween, und dieses Jahr lässt eine „Attraktion“ ganz besonders das Blut in den Adern gefrieren, nämlich die Station, in der Besucherinnen angeblich die Angst von Vergewaltigungsopfern nachempfinden können.

Eine Besucherin, die den Park schon vorher testen durfte - und ihren Namen nicht nennen möchte - erzählt im Interview mit ‚Daily Mail: „Ich wurde mit Ketten ans Bett gefesselt, zunächst hielt man mir ein Kissen vors Gesicht. Anschließend setzte sich ein Mann auf meinen Oberkörper, so dass ich kaum Luft bekam. Dann hielt er mir einen Dildo vors Gesicht und schrie: „Wo willst du ihn hin haben? In den Mund oder in deinen A…?“ Für die Frau alles zu viel des Guten.

Rechtlich kann man dem Freizeitpark jedoch keinen Vorwurf machen: Der Eintritt erfolgt nur bei Volljährigkeit und falls ein Besucher nicht mehr kann, hat er die Möglichkeit, ein „Safe Word“ zu nennen. Das ist ein Code, bei dem die Show sofort unterbrochen wird. Außerdem ist der Vergewaltigungsraum, der im Bereich „Psychomanteum“ steht, ein Teil des Parks, welchen man extra bezahlen muss. Als Besucher schaut man dort also nicht zwangsläufig vorbei, sondern ausschließlich dann, wenn es explizit erwünscht ist.

Allerdings laufen Hilfsstellen für Vergewaltigungsopfer und ähnliche Organisationen Sturm gegen die Betreiber. Denn auch bei gespielten Szenen wie diesen können Menschen, die möglicherweise psychisch weniger stark sind, dauerhafte Schäden davon tragen oder traumatisiert werden.

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