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Insomnie: Diese neuen Einschlaf-Tricks helfen bestimmt

Insomnie Schlafprobleme
Sorgenfrei schläft es sich besser. Deshalb sollten Sie sich regelmäßig Ihre Probleme von der Seele schreiben. © Dmitry Ersler - Fotolia, Dmitry

Mentaltechniken bringen Entspannung

Eine aktuelle Analyse der Techniker Krankenkasse zeigt: Immer mehr Menschen leiden unter Schlafstörungen. 3,8 Millionen Deutsche haben im vergangenen Jahr wegen Schlafproblemen einen Arzt aufgesucht - 8 Prozent mehr als 2010. Häufig greifen die Ruhelosen in ihrer Not auf Schlafmittel zurück. Doch das ist in vielen Fällen gar nicht nötig, denn Psychologen haben vielversprechende neue Selbsthilfe-Methoden entwickelt.

Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen sind die Folge von Ein- oder Durchschlafstörungen wie Insomnie oder Schlafapnoe. Ob Ihre Probleme eine Behandlung erfordern, muss ein Arzt nach einer Untersuchung auf organische oder psychische Ursachen entscheiden. Vorher sollten Sie allerdings folgende Tricks ausprobieren:

Gehen Sie ins Kopf-Kino

Schließen Sie die Augen und erinnern Sie sich an die schönsten Situationen Ihres letzten Urlaubs. Und zwar so detailliert wie möglich: Wie hat sich die Sonne auf Ihrer Haut angefühlt, als Sie den abgelegenen Strand besucht haben? Was haben Sie damals als Proviant in den Picknick-Korb gepackt? Lassen Sie die schönsten Urlaubsbilder vor Ihrem inneren Auge ablaufen wie bei einer mentalen Dia-Show. Diese kleine Runde Gehirn-Jogging entspannt ungemein.

Entwickeln Sie einen wach-Zwang

Sie wünschen sich so sehr einzuschlafen, aber es klappt einfach nicht? Dann lenken Sie Ihr Denken in eine komplett andere Richtung: Versuchen Sie wach zu bleiben. Innerlich sprechen Sie sich immer wieder den Befehl "Bleib wach, bleib wach, bleib wach" vor. Wetten, dass Sie durch den wach-Zwang schnell müde werden? Psychologen nennen diese gewitzte Mentaltechnik 'paradoxe Intervention'.

Machen Sie einen Termin bei Dr. Bleistift

Dieser dämliche Streit mit Ihrer besten Freundin geht Ihnen nicht aus dem Kopf? Wer sich nachts mit quälenden Gedanken herumschlägt anstatt zu schlafen, sollte zum Stift greifen. Schreiben Sie alles auf, was Sie belastet. Die gleiche Taktik hilft übrigens auch gegen Albträume oder Ängste. Notieren Sie alle Details der nächtlichen Horrorvorstellungen in einem Traumtagebuch oder malen Sie Bilder. Durch die aktive Aufarbeitung der Erinnerungen wirken die Sorgen nicht mehr so bedrohlich. Sie bannen die Probleme auf einem Stück Papier, Ihr Kopf ist entrümpelt und perfekt vorbereitet für eine erholsame Nacht.

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