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Infektionsgefahr: Im Schwimmbad lauern Krankheiten

Zu den Schwimmbad-Krankheiten gehört auch die Blasenentzündung
Die Infektionsgefahr im Schwimmbad darf nicht unterschätzt werden. Vor allem, wenn der Körper unterkühlt wird ist er anfälliger für Pilze und Bakterien. © dpa, Friso Gentsch

Achtung, sonst endet der Schwimmbadbesuch beim Arzt

Sommer, schönes Wetter und ein paar Tage Urlaub - da heißt es, pack die Badehose ein und ab ins Freibad! Was nach purem Sommer-Vergnügen und einer Menge Spaß klingt, kann aber gefährliche Folgen haben, denn: Im Schwimmbad lauert Infektionsgefahr für fiese Krankheiten.

Nicht, dass wir den Sommer-Spaß vermiesen wollen, aber jeder Badegast sollte den Gefahrenherden ein bisschen Aufmerksamkeit schenken, damit der Gang ins Schwimmbad nicht mit einem Arztbesuch endet.

Vom Fußpilz haben die meisten Schwimmbad-Besucher sicher schon gehört, viele haben sich den ungebetenen Gast wohl auch schon mal eingefangen.

Unangenehm können auch Bindehautentzündungen sein, die durch das Tauchen in gechlortem Wasser aber auch durch Wind oder zu heftige Sonneneinstrahlung ausgelöst werden können. Der beste Schutz ist das Schwimmen mit einer Schwimmbrille. 'An 'Land' hilft eine Sonnenbrille.

Chlor kann vor allem für Allergiker und Asthmatiker extreme Folgen haben, sie müssen mit Atemproblemen rechnen. Ohne Chlor kommen die Schwimmbäder leider nicht aus, daher sollten Betroffene an Badeseen ausweichen.

Blasenentzündung, Bindehautentzündung, Fußpilz, Hautausschlag

Wer seine Badesachen nicht wechselt, kann sich eine Blasenentzündung zuziehen. Vor allem Frauen sind hier gefährdet.

Besonders tückisch ist die sogenannte Whirlpool-Dermatitis, die man sich beim Besuch eines verunreinigten Whirlpools einfangen kann. Nach einer Inkubationszeit von ein bis acht Tagen kommt es nach dem Kontakt mit dem Erreger zu einem juckenden Hautausschlag. Bläschenbildung ist ebenso möglich wie eine Entzündung im Nasenrachenraum inklusive Mittelohrenentzündung.

Neben dem weit verbreiteten Fußpilz, dem man am ehesten vorbeugen kann, in dem man den Zehen-Zwischenraum stets gut abtrocknet, lauert für Frauen eine weitere Gefahr: Der Scheidenpilz. Auch hier gilt. Badesachen wechseln, frische und trockene Sachen anziehen. Betroffen sind allerdings meist nur die Frauen, die wirklich häufig ins Schwimmbad gehen.

Generell sollte man nicht ohne Badelatschen in die Duschen und Umkleiden gehen und sich vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützen, denn nicht wenige Badegäste sind schon wegen eines Sonnenstichs direkt aus dem Schwimmbad ins Krankenhaus gebracht worden.

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Auch am Badesee lauern Gefahren

Wer die Natur und damit den Badesee einem Schwimmbad vorzieht, der muss sich auch mit verschiedenen Gefahren auseinandersetzen. Zum einen sind natürlich Kopfsprünge absolut zu vermeiden - nie kann man wissen, wie tief das Wasser wirklich ist.

Außerdem sind Saugwürmer eine Gefahr, deren Larven einen juckenden Ausschlag hervorrufen können. Im tiefen Wasser ist man sicher vor den Larven, doch im schlammigen Uferbereich läuft man Gefahr, dass die kleinen Biester sich einem in die Haut bohren. Im Falle eines Ausschlags helfen Cremes und Salben mit einem Antihistaminikum.

Auch wenn es manchem schwierig erscheinen mag, an einem schönen Sommertag am See auf Alkohol zu verzichten - lassen Sie Bier, Sekt und Wein weg. Der Blutdrock steigt, das erhöht bei Hitze die Gefahr eines Hirnschlags um das Doppelte. Denn Ihr Körper muss bei Hitze ohnehin schon Höchstleistung bringen, da tut man sich keinen Gefallen, wenn man noch Alkohol zu sich nimmt.

Schmierinfektionen drohen, wenn Sie im See mit offenen Augen schwimmen. Auch hier ist eine Taucher- oder Schwimmbrille eine schöne Hilfe.

Generell gilt: Trinken Sie genug, am besten Mineralwasser oder erkaltete Tees. Vermeiden Sie es, eisgekühlte Getränke herunterzustürzen.

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