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Infektion mit Naegleria fowleri: Amöben zerstörten Laurens Gehirn

Infektion mit Naegleria fowleri: Amöben zerstörten Laurens Gehirn
Amöben der Art Naegleria fowleri wurden Lauren Seitz zum Verhängnis.

Amöben der Art Naegleria fowleri lösten eine Meningitis aus

Es passierte mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem Ausflug in einen Wildwasserpark: Lauren Seitz war mit dem Floß gekentert, dabei muss sie Wasser durch die Nase eingeatmet haben - und auch einen Parasiten, der sie tötete. So zumindest erklären sich die Mediziner das plötzliche Ableben der 18-jährigen Amerikanerin. Einzeller der Amöbenart Naegleria fowleri hatten Laurens Gehirn befallen und eine tödliche Hirnhautentzündung ausgelöst.

Wie die US-Gesundheitsbehörden mitteilten, verbreiten sich die seltenen Amöben in der warmen Jahreszeit in Flüssen oder Seen, und zwar ausschließlich in Süßwasser. Infektionen gehen mit Übelkeit, Halluzinationen und Fieber einher, die Sterberate liegt bei über 90 Prozent. Ein Grund zur Panik bestehe aber nicht, denn in den USA gab es seit 1937 nur 130 gemeldete Infektionsfälle. Auch in Europa sind Amöben der Art Naegleria fowleri verbreitet, in Frankreich und Deutschland zum Beispiel.

Lauren Seitz liebte die Natur

Lauren Seitz hatte offenbar extremes Pech. Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort. Obwohl es für sie in gewisser Weise genau der richtige Ort war, denn Lauren liebte die Natur. Sie setzte sich für den Umweltschutz und die Artenvielfalt ein. "Es ist nicht zu glauben, dass sie uns auf diese Art und Weise genommen wurde", zitiert der US-Sender NBC4 aus einem Statement, das die Familie der Verstorbenen jetzt veröffentlichte.

Der Outdoor-Park 'US National Whitewater Center' im US-Bundesstaat North Carolina hat inzwischen sämtliche Wildwasser-Aktionen abgesagt, nachdem Naegleria-fowleri-DNA in Wasserproben nachgewiesen wurde.

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