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Indoorspielplätze: So gefährlich sind die Kinder-Freizeitanlagen

Gravierende Gefahrenstellen in fast allen getesteten Anlagen

Klettern, Rutschen, Toben – und das zu jeder Witterung: Indoorspielplätze sind das ideale Schlechtwetterprogramm. Zwischen Hüpfburgen, Trampolinen und Rutschen können sich bewegungshungrige Knirpse so richtig austoben. Doch in puncto Sicherheit und Sicherheitsbewusstsein mangelt es leider vielen Anlagen und ihren Betreibern.

Indoorspielplätze: Mangelhafte Sicherheitsbedingungen
Die Sicherheitsbedingungen in Indoorspielplätzen sind zum Teil katastrophal. © picture-alliance / Denkou Images

Wenn es draußen nass und kalt ist und die Kinder zu Hause über Tische und Bänke gehen, sind Indoorspielplätze für viele Eltern ein Segen. Doch sieht man sich die Testergebnisse von Stiftung Warentest an, scheinen die meisten Anlagen vor allem in puncto Sicherheit der Kinder eher Fluch als Segen zu sein: Von den getesteten Indoorspielplätzen waren insgesamt fünf Anlagen 'mangelhaft'.

Ebenfalls bedenklich: Von den 18 Anlagen konnten nur neun getestet werden, neun Betreiber verwehrten den Prüfern den Zugang zu ihren Objekten. Die Tester konnten deshalb für diese Hallen keine offizielle Bewertung vergeben, da eine fundierte Sicherheitsprüfung nicht möglich war.

Aber selbst ohne fundierte Sicherheitsprüfung waren die Gefahrenquellen offensichtlich: Fehlende Haltestangen an der Freifallrutsche und ungesicherte Kletterwände sind nur einige der Sicherheitsmängel, die den Prüfern ins Auge sprangen. Aber auch in den anderen Hallen, in denen die Prüfer unterwegs waren, zeigten sich teilweise erschreckende Sicherheitslücken.

Zwei Anlagen punkten im Bereich Sicherheit

Von neun untersuchten Hallenspielplätzen waren fünf wegen gefährlicher Sicherheitsmängel der Spielgeräte 'mangelhaft', einer war 'ausreichend' und immerhin drei 'gut'. Sensapolis in Sindelfingen schnitt mit 1,6 von allen getesteten Hallen am besten ab: Sowohl die Gestaltung der Neubauhalle als auch das vielseitige Angebot für alle Altersstufen überzeugte die Tester. Und auch in puncto Sicherheit hatten die Tester keine Beanstandungen. Allerdings hat der Besuch mit 18,00 EUR Eintritt auch seinen Preis.

Fast so gut - mit einer Note von 2,3 - schnitt die Kinderwelt Recklinghausen ab. Rutschen, Wabbelberg und Kletterlabyrinth erfreuen Kinder- und Elternherzen und sind auch in Hinblick auf die Sicherheit absolut empfehlenswert. Ein weiterer Anbieter, der Hallenspielplatz Alcino in Adendorf, überzeugte die Tester zwar ebenfalls in Sachen Sicherheit (2,0), erreichte aber auf Grund deutlicher Mängel in den AGB insgesamt nur die Gesamtnote 2,8. Alle anderen getesteten Hallen erhielten im Bereich 'Sicherheit der Spielgeräte' nur ein 'ausreichend' oder 'mangelhaft'.

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