Indien: Proteste gegen Vergewaltigung

Die Massenproteste gegen die Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in Indien sind eskaliert. Die Sicherheitskräfte gingen in Neu-Delhi mit Schlagstöcken und Tränengas gegen Tausende Menschen vor, die wie am Vortag in einem Protestmarsch zum Präsidentenpalast ziehen wollten. Die Regierung bemühte sich, die Demonstrationen im Keim zu ersticken und verbot Ansammlungen von mehr als fünf Personen.

Dennoch schwoll die Menge nach Polizeiangaben auf mehrere Tausend Menschen an. Bei Zusammenstößen wurden Klinikangaben zufolge bis zu 35 Menschen verletzt, darunter auch mehrere Polizisten.

Die 23-Jährige war in der vergangenen Woche Opfer eines besonders brutalen Gewaltverbrechens geworden: Sie wurde etwa eine Stunde lang von mehreren Männern in einem Bus vergewaltigt, geschlagen und dann aus dem fahrenden Wagen auf eine belebte Straße in der Hauptstadt geworfen. Sie erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen.

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