Indien: 22 Kinder sterben nach Schulessen

Indien: 22 Kinder sterben nach Schulessen
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Schulessen mit Insektengift versetzt?

22 Kinder sind im indischen Bundesstaat Bihar gestorben, nachdem sie in der Schule verdorbenes Mittagessen bekommen hatten. Als Todesursache wird eine Lebensmittelvergiftung durch Insektenschutzmittel vermutet.

Vierzig weitere Kinder der staatlichen Schule mussten in Krankenhäuser gebracht werden, meldete der Fernsehsender NDTV. Alle betroffenen Schüler waren zwischen acht und zwölf Jahre alt. Die Behörden machen Speiseöl verantwortlich.

Der Sprecher eines Krankenhauses sagte 'Spiegel.de', die Patienten zeigten "klassische Symptome einer Vergiftung, nämlich Fieber, Erbrechen, Magenschmerzen und Schaum vor dem Mund". "Wir haben ihnen ein Gegenmittel verabreicht, auf das sie gut reagieren, so dass wir davon ausgehen zu wissen, welches Gift sie eingenommen haben."

Die Grundschüler hatten in einer staatlichen Schule im Bundesstaat Bihar ein Gratis-Mittagessen bekommen. Die Regierung subventioniert die Mahlzeiten, damit arme Eltern ihre Kinder in den Unterricht schicken. Die Schulmahlzeiten werden von privaten Firmen zubereitet, Qualitätskontrollen gibt es kaum. Die Regierung von Bihar ordnete eine Untersuchung an.

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