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Impotenz durch mangelnde Zahnhygiene: Zahnfleischentzündungen begünstigen Erektionsstörungen

Impotenz durch mangelnde Zahnhygiene: Zahnfleischentzündungen begünstigen Erektionsstörungen
Auslöser für Erektionsprobleme können unter anderem Zahnfleischentzündungen sein. Türkische Forscher haben diesen Zusammenhang in einer Studie nachgewiesen. © MORO - Fotolia, Iurii Kryvenko

Wie hängen Zahnfleischentzündungen und Impotenz zusammen?

Viele Männer leiden darunter, doch kaum einer spricht offen darüber: Impotenz belastet häufig nicht nur die Beziehung, sondern kann auch ernste gesundheitliche Ursachen haben. Die Auslöser für Impotenz sind vielfältig. Eine der Ursachen für Impotenz können Zahnprobleme sein, wie nun eine türkische Studie belegt. Mit anderen Worten: Wer unter Erkrankungen des Zahnfleischs leidet, hat ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Erektionsstörungen als Menschen mit gesundem Zahnfleisch. Sprich: Wer die Pflege seiner Zähne vernachlässigt, muss schlimmstenfalls mit Erektionsstörungen rechnen. Doch wie hängen Potenzstörungen und Zahngesundheit zusammen?

Schon seit längerem steht fest, dass Herz-Kreislauferkrankungen oder Bluthochdruck das Risiko für Impotenz erhöhen. Grund ist, dass aufgrund der verengten Gefäße nicht genügend Blut in den Penis fließt, sodass es gar nicht erst – oder aber nicht lange genug – zur Erektion kommt. Nun gingen Forscher in einer Studie Hinweisen auf den Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und Erektionsproblemen nach.

Regelmäßige Zahnpflege beugt Gefäßerkrankungen - und damit Impotenz - vor

An der Studie nahmen insgesamt 162 Männer zwischen 30 und 40 Jahren teil – 80 Männer litten unter Erektionsproblemen, 82 Männer hatten keinerlei Potenzprobleme. Dabei zeigte sich: Von denjenigen Männern, die Potenzprobleme hatten, litten 53 Prozent unter Zahnfleischentzündungen (Parodontitis). Aus der Vergleichsgruppe waren nur 23 Prozent von Parodontitis betroffen.

Zahnfleischentzündungen werden in der Regel durch Bakterien ausgelöst. Diese sammeln sich im Mundraum und gelangen darüber in die Blutbahn. In den Gefäßen können sie Entzündungen auslösen, die wiederum Herzerkrankungen und Gefäßverengungen begünstigen. So schließt sich der Kreis.

Zahnärzte empfehlen, die Zähne mindestens zwei Mal täglich etwa drei bis fünf Minuten lang zu putzen. Denn vor allem durch die bakteriellen Beläge auf den Zähnen wird das Zahnfleisch gereizt. Auch der regelmäßige Gebrauch von Zahnseide kann helfen, die Zähne dauerhaft gesund zu halten. Außerdem sollten Sie Ihre Zähne und das Zahnfleisch mindestens einmal im Jahr vom Zahnarzt kontrollieren lassen. Damit dürften Zahnfleischentzündungen - und damit auch Erektionsstörungen – keine Chance haben.

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