Ilka Eßmüller: "Mutti, ich glaub, ich muss arbeiten"

Angriff auf das Pentagon bei Washington
Angriff auf das Pentagon bei Washington Breaking News: Terror gegen Amerika 00:01:56
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11.September 2001: Ilka Eßmüller erinnert sich

Nachtjournal-Moderatorin Ilka Eßmüller moderierte am 11. September 2001 als Co-Moderatorin neben Peter Kloeppel die Sondersendung. Für uns erinnert sie sich, wie sie den Tag erlebt hat.

Ilka Eßmüller
Nachtjournal-Moderatorin Ilka Eßmüller moderierte als Co-Moderatorin neben Peter Kloeppel die Sondersendung zu den Terroranschlägen.

Wie und wo haben Sie von den Ereignissen erfahren?

Ilka Eßmüller: "Am 11. September 2001 hatte ich mittags Punkt 12 moderiert und saß nach der Mittagskonferenz am Schreibtisch und telefonierte kurz mit meiner Mutter. Plötzlich sah ich auf Fernsehern, auf denen internationales Feed-Material einläuft, dass ein Flugzeug in das World Trade Center kracht. Meiner Mutter sagte ich schnell so etwas wie 'Mutti, ich glaub, ich muss arbeiten', legte auf und bot mich bei RTL Aktuell an, um Beiträge zu machen oder sonst irgendwie zu helfen. Ab etwa 18 Uhr saß ich dann als Co-Moderatorin an der Seite von Peter Kloeppel, und wir sendeten weiterhin stundenlang live."

Welche Erinnerungen haben Sie an den 11. September 2001?

Ilka Eßmüller: "Der 11. September 2001 war ein einschneidender Tag. Rund 3.000 Menschen mussten die Terroranschläge mit ihrem Leben bezahlen, Angehörige und Freunde werden den Jahrestag mit Trauer und sehr gemischten Gefühlen begehen. Es war ein einschneidender Tag für die USA, für den Westen insgesamt und auch für mich persönlich. Uns allen wurde vor Augen geführt, wie verletzlich auch ein hoch zivilisiertes Land ist. Beruflich war es das erste Mal, dass ich über Stunden über eine derart große Katastrophe live mit berichtet habe."

Haben die Ereignisse Sie nachhaltig beeinflusst? Und wenn ja, wie?

Ilka Eßmüller: "Terroranschläge waren vor dem 11. September 2001 für mich vom Bewusstsein her viel weiter weg. Das hat sich geändert, zumal es seither ja auch in London und Madrid Terroranschläge gab. Ich gehe deshalb nicht beunruhigt durch die Stadt, aber ich bin aufmerksamer geworden. Die vielen Schicksale rund um den 11. September 2001 sind mir damals sehr nahe gegangen."

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