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Ikea ruft 36 Millionen Malm-Kommoden in Nordamerika zurück

Gilt der Ikea-Rückruf bald auch für Deutschland?

Nachdem im Februar schon wieder ein Kind in Minnesota (USA) von einer Ikea-Kommode erschlagen wurde, ruft das Unternehmen in den USA und Kanada nun rund 36 Millionen verschiedene Kommoden der Serie 'Malm' und andere Regale mit Schubkästen zurück. Insgesamt sind in den USA schon sechs Kinder ums Leben gekommen, da die Kommoden nicht an der Wand befestigt waren und die Kinder begraben haben. Sie waren vorher vermutlich an der Kommode herum geklettert. Auch in Deutschland sind derartige Fälle schon bekannt.

Wie eine Ikea-Sprecherin jetzt mitteilte, geht der Verkauf der Kommoden in Europa aber weiter. Der Rückruf gelte nur für Nordamerika. Er gehe auf einen freiwilligen Sicherheitsstandard der Industrie in den USA zurück, der für freistehende Kleiderschränke gelte. In Europa erfüllten die Kommoden also alle Sicherheitsbestimmungen. Wieso das hier im Gegensatz zu anderen Ländern gewährleistet ist, sehen Sie im Video!

Eine Wandhalterung würde Sicherheit garantieren

In USA und Kanada können die Käufer nun selbst entscheiden, ob sie die Kommode umtauschen oder sich bei Ikea ein Set zur richtigen Befestigung an der Wand abholen beziehungsweise es kostenlos von IKEA anbringen lassen. Betroffen sind Kommoden, die zwischen 2002 und 2016 hergestellt wurden. Kunden, die die Kommode schon vorher gekauft haben, bekommen anteilig ihr Geld zurück, wenn Sie wollen. Nach Angaben der US-Verbraucherschutzbehörde waren in den USA in den vergangenen Jahren rund 29 Millionen Stück von den Kommoden verkauft worden, in Kanada 6,6 Millionen.

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