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Ihr Baby hat Schmerzen? Symptome richtig deuten

Erwachsene müssen Symtome richtig deuten

Kopfweh, Bauchgrimmen, blutige Knie – Schmerzen gehören für Kinder und Eltern zum Alltag. Aber für die Erwachsenen ist nicht immer gleich zu erkennen, wo es dem Nachwuchs weh tut und ob etwas Ernsthaftes dahinter steckt. Gerade Kleinkindern fällt es schwer, Schmerzen zu beschreiben.

Mütterliche Fürsorge ist für Kinder oft das beste Schmerzmittel.
Mütterliche Fürsorge ist für Kinder oft das beste Schmerzmittel. © Fotolia Deutschland

Eltern müssen deshalb lernen, Signale wie die Körpersprache zu deuten: Greift sich das Kind oft ans Ohr? Dann könnte es eine Mittelohrentzündung haben. Ist es plötzlich blass, lärmempfindlich und schläfrig? In dem Fall leidet es vielleicht unter Migräne-Attacken. So erkennen Sie die häufigsten Schmerzarten.

Kopfschmerzen?

Anzeichen: Das Kind fasst sich an die Stirn oder greift mit den Fingern an die Schläfen. Kopfschmerzen strahlen aber oft auch bis in die Augen und die Wangen. Stress und Ärger in der Schule oder mit Freunden führen bei vielen Kindern zu einem Brummschädel. Eine Massage mit Pfefferminzöl wirkt da manchmal Wunder.

Ab zum Arzt: Alarmsignale sind Übelkeit und Erbrechen in Begleitung von Seh- und Sprachstörungen, die auf eine Migräne hindeuten.

Bauchschmerzen?

Anzeichen: Ihr Zögling hat kaum Lust zu spielen, zieht sich zurück und ist weinerlich? Verstopfungen oder Allergien gegen Lebensmittel können unangenehme Bauchschmerzen auslösen, die dem Kind den Tag und auch den Appetit verderben. Eine Wärmflasche, leckerer Tee und Bettruhe sorgen schnell für bessere Stimmung.

Ab zum Arzt: Suchen Sie einen Arzt auf, wenn das Kind sich plötzlich vor Schmerzen krümmt, sich erbricht und Fieber bekommt. Auch eine harte Bauchdecke sollte unbedingt vom Mediziner begutachtet werden.

Halsschmerzen?

Anzeichen: Ihr Kind isst kaum etwas, weil das Schlucken so schwer fällt? Dann holen Sie eine Taschenlampe und einen Löffeln, um sich den Rachen genauer anzuschauen. Mund öffnen, mit einem Löffelstiel die Zunge runterdrücken und mit der Taschenlampe den Mundraum ausleuchten. Rachenwand, Gaumen und Zäpfchen stark gerötet? Dann ist der Hals entzündet.

Ab zum Arzt: Neben der Rötung sind noch eitrige Mandeln zu erkennen? Klarer Fall für den Arzt!

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