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Ice-Bucket-Challenge hat etwas gebracht: ALS-Gen gefunden

Ice-Bucket-Challenge hat etwas gebracht
Ice-Bucket-Challenge hat etwas gebracht ALS-Gen wurde gefunden 00:02:34
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Eine neue Ice-Bucket-Challenge ist schon geplant

Sommer 2014 - die Ice-Bucket-Challenge bewegt die Welt. Millionen Menschen auf der ganzen Welt schütten sich Eiswasser über den Kopf, um auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Erinnern Sie sich noch? Scheinbar hat sich die Aktion wirklich gelohnt: Forscher haben jetzt in der Fachzeitschrift 'Nature Genetics' bekannt gegeben, dass dank der Spendengelder ein neues Gen gefunden wurde, das zur Entstehung der Krankheit führt.

Ice-Bucket-Challenge hat etwas gebracht: ALS-Gen gefunden
© Getty Images/iStockphoto, OcusFocus

190 Millionen Euro brachte die Ice-Bucket-Aktion der Forschung ein. Geld, das sinnvoll eingesetzt wurde. Eine Erkenntnis: Den Wissenschaftlern zufolge spielt ein Gen namens NEK1 eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit ALS. Bei ALS-Patienten ist ebendieses Gen beschädigt. Herausgefunden haben die Forscher den Zusammenhang durch eine Analyse der durch die Challenge mitfinanzierte Gendatenbank 'Project MinE'.

ALS ist eine Nervenkrankheit, bei der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark beschädigt werden. Betroffene leiden unter einer Lähmung der Muskulatur und können weder laufen, noch sprechen oder gar schlucken. Heilbar ist ALS nicht - sie verläuft tödlich. Die Patienten sterben, weil die Lähmung auch die Atemmuskulatur betrifft. Die mittlere Überlebenszeit beträgt 3 bis 5 Jahre. Bei 10 Prozent der Patienten beträgt sie mehr als 5 Jahre. Betroffene, die noch sehr jung sind, wenn ALS diagnostiziert wird, leben mitunter 20 bis 30 Jahre mit dieser Erkrankung.

Übrigens: Im August 2016 soll es eine neue Ice-Bucket-Challenge geben. Produzieren Sie am besten schon mal ein paar Beutel Eiswürfel! Mitmachen lohnt sich.

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