TIERE TIERE

Hundeangriff: Was tun, wenn ein Hund angreift?

Was tun, wenn ein Hund mich angreift?
Die wichtigste Regel beim Hundeangriff: Ruhe bewahren. © dpa, Josh Edelson

Ein Hundeangriff kommt meist unvermittelt

Es gibt kein Patentrezept gegen einen Hundeangriff. Die wichtigste Regel: Ruhe bewahren.

Zu viele unberechenbare Faktoren spielenbeim Angriff eines aggressiven Hundes eine Rolle: die Größe des Hundes bespielsweise, ist der Hund verhaltensgestört oder verängstigt, ist er ein Streuner oder mit Herrchen unterwegs. Dazu kommt, dass ein Hundeangriff eher unvermittelt passiert und man sich schwer darauf vorbereiten kann.

Sehen Sie einen Hund oder mehrere, die OHNE Herrchen oder Frauchen durch die Gegen streunen, gehen Sie diesen aus dem Weg. Wechseln Sie beispielsweise die Straßenseite. Aber auch große Hunde, die Ihnen intuitiv Angst einjagen und nicht angeleint sind und keinen Maulkorb, im Zweifel immer aus dem Weg gehen.

Weitere wichtige Tipps:

- Starren Sie den Hund auf keinen Fall an - so steigert sich seine Aggression

- Bleiben Sie ruhig.

- Bringen Sie einen Gegenstand zwischen sich und den Hund.

- Stellen Sie sich mit dem Rücken gegen einen Baum.

- Bewegen Sie sich nicht ruckartig oder spontan.

- Sind Sie selbst Hundebesitzer, nehmen Sie Ihren Hund auf keinen Fall auf den Arm.

Hundeangriff? Nicht fluchtartig wegrennen

Sind Sie in Bewegung, beispielsweise als Jogger, und Ihnen kommt ein Hund entgegen ohne Leine und Maulkorb: Bleiben Sie besser stehen, der Hund könnte Ihr schnelles Auftreten als Angriff werten.

- Laufen Sie niemals davon. Der Hund wird die Verfolgung aufnehmen. Sie werden zur Beute.

- Gähnen Sie lauthals mehrmals hintereinander. Drehen Sie dabei Ihren Kopf ein wenig zur Seite.

- Einsatz von Pfefferspray. Dabei auf die Windrichtung achten. Tipp: Testen Sie die Flasche bereits im Vorfeld

Besonders empfindliche Stellen beim Hund sind Augen, Schnauze, Brust, Bauch und auch die Weichteile:

- Wenn es hart auf hart kommt: Stechen Sie mit den Fingern in die Augen oder kneifen so fest wie möglich in die Schnauze, treten Sie in die Weichteile.

- Schützen Sie Ihren Hals, Bauch und Gesicht mit den Armen.

- Bewegen Sie sich langsam und rückwärts vom Hund weg.

- Ist ein Stock in Ihrer Nähe? Stecken Sie diesen quer in den Rachen des Hundes.

- Wird Ihr Hund angegriffen, gehen Sie unter keinen Umständen dazwischen. Selbst Ihr eigener Vierbeiner könnte Sie beißen, da er Sie im Kampf nicht schnell genug erkennt.

Anzeige