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Hunde in Not: Hunde-Elend im größten Tierheim der Welt

Hunde-Elend im größten Tierheim der Welt: Ein Tierarzt versucht zu helfen

Tierarzt Dr. Ralf Schweda ist gemeinsam mit anderen Tierschützern nach Rumänien gereist, um dort Hunden in Not zu helfen - im größten Tierheim der Welt. 5.000 Hunde leben dort, gerettet vor dem sicheren Tod auf der Straße. Doch viele von ihnen sind schwerstverletzt und misshandelt. Dem Tierarzt ist klar: Es ist ein fast aussichtsloser Kampf - und doch tut er, was er kann.

Das Elend der Straßenhunde in Rumänien
Das größte Tierheim der Welt liegt in Rumänien: Dr. Schweda will helfen

Dr. Schweda will mit mehreren Tierschützern fünf Tage lang helfen, kranken und misshandelten Hunden ein besseres Leben zu ermöglichen. Das Ziel der Tierschützer: die Smeura - das größte Tierheim der Welt. Auf insgesamt fünf Hektar leben hier rund 5.000 Hunde, darunter 600 Welpen. Betreiber Matthias Schmidt hat deshalb den deutschen Tierarzt um Hilfe gebeten. Er erhofft sich, dass Dr. Schweda einige Hunde therapieren oder operieren kann, um wenigstens einigen Tieren eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Doch allein die Menge der notleidenden Hunde ist erdrückend: Seit Monaten kommen immer mehr Hunde in die Smeura und finden hier Zuflucht. Der Grund ist ein rumänisches Gesetz: Um dem Problem mit den zahlreichen Straßenhunden des Landes ein Ende zu setzen, hat die Regierung auf sie eine Art Kopfprämie ausgesetzt. Viele Tiere wurden seitdem von skrupelosen Hundefängern gefangen und auf Tötungsstationen gebracht. Dort droht den Hunden Hunger, Durst und ein qualvoller Tod. Denn das Töten der Hunde ist ein Riesengeschäft: Bis zu 75 Euro kassieren die Tötungsstationen pro Hund. Die letzte Rettung für die Hunde: das Tierheim.

Oft werden die Hunde bereits mit schweren Verletzungen von den Tierschützern eingefangen. Dann kommen sie erstmal auf eine extra Station und können sich in Einzelgehegen von den Strapazen erholen.

Ralf Schweda hat als Tierarzt schon viel gesehen - aber der Anblick von so vielen schwerverletzten und misshandelten Tieren schockiert auch ihn.

Selbstverständlich können die Hunde auch ins Ausland in fürsorgliche Hände vermittelt werden: Die Rettungstransporte nach Deutschland werden regelmäßig organisiert - die Hunde müssen allerdings dafür mindestens vier Monate alt sein.

Ralf Schweda wird noch ein paar Tage bleiben und versuchen die schlimmsten Leiden der Hunde zu lindern - in der Smeura, dem größten Tierheim der Welt.

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