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Hund erschnüffelt Gebärmutterhalskrebs an Damenbinden

Beagles können Gebärmutterhalskrebs erschnüffeln
Mit Hilfe seines Geruchssinns erkennt ein trainierter Hund Gebärmutterhalskrebs anhand von Damenbinden. © Getty Images/iStockphoto, GlobalP

Mit mehr als 90 Prozent Genauigkeit wird Gebärmutterhalskrebs erschnüffelt

Hunde sind ‚Nasentiere‘. Dank ihres exzellenten Geruchssinns eignen sich die Vierbeiner nicht nur zum Suchen von Sprengstoff, Drogen oder vermissten Personen, sondern auch, um Krankheiten wie Epilepsie und Diabetes oder auch Tumoren zu erschnüffeln. Jetzt haben mexikanische Forscher festgestellt, dass die schnüffelnden Tiere auch bei der frühen Erkennung von Zervixkarzinomen, also Gebärmutterhalskrebs, einen extrem guten Riecher haben.

‚Hundescreening‘ als Option für Entwicklungsländer

Dass Hunde eine gute Nase haben und sogar Tumoren erschnüffeln können, ist bereits bekannt. Jetzt haben Forscher jedoch festgestellt, dass Hunde Gebärmutterhalskrebs besser erkennen können als jedes andere Verfahren. Dazu müssen sie lediglich an Damenbinden schnüffeln. 

Forscher um Dr. Héctor Guerrero-Flores vom Mexikanischen Institut für Soziale Sicherheit in Mexiko-Stadt haben in einer groß angelegten Studie untersucht, inwieweit sie Hunde darauf trainieren können, durch Schnüffeln an getragenen Damenbinden ein Zervixkarzinom zu erkennen. Und die Treffsicherheit des mexikanischen Beagles, den sie zuvor aufwändig zum Krebs-Schnüffler ausgebildet hatten, verblüffte selbst die Forscher. Wie sich zeigte, gelang es dem Rüden über 90 Prozent der ihm vorgelegten Damenbinden richtig zu erschnüffeln. Zum Vergleich: Beim Pap-Test und bei der Untersuchung auf humane Papillomaviren (HPV) liegt die Erfolgsquote bei rund 60 Prozent.

Das ‚Hundescreening‘ könnte eine Möglichkeit für Entwicklungsländer mit begrenzten medizinischen Ressourcen sein. So seien die üblichen Verfahren wie der Pap-Test in vielen Ländern und Regionen nicht verfügbar, oder es dauere mehrere Wochen, bis die Testresultate vorliegen, berichten Forscher um Dr. Héctor Guerrero-Flores vom Mexikanischen Institut für Soziale Sicherheit in Mexiko-Stadt in der Fachzeitschrift ‚BMC Cancer‘.

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit verbreitet

Gebärmutterhalskrebs ist nach Brustkrebs weltweit die zweithäufigste Krebsart unter Frauen. Gebärmutterhalskrebs wird von HPV, in den meisten Fällen von den Typen 16 und 18, ausgelöst. Hinweise auf eine Erkrankung gibt es meist erst, wenn sich die Krebserkrankung bereits in fortgeschrittenem Stadium befindet. Beim sogenannten Pap-Test wird ein Abstrich der oberflächlichen Zellen vom Gebärmutterhals (Zervix) gemacht. Auch mit dem neueren HPV-Test lassen sich Infektionen mit HPV nachweisen. Da auch Kondome eine Infektion mit HPV nur teilweise verhindern können, wird Mädchen zwischen neun und 14 Jahren noch vor dem ersten sexuellen Kontakt die HPV-Impfung empfohlen.

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