Hund ausgesetzt - sogar einen Koffer mit Napf & Co. hatte er dabei!

Hund mit Sorgenfalten einfach ausgesetzt
Die Shar-Pei-typischen 'Sorgenfalten' auf der Stirn von 'Kai' haben sich in den Stunden, in denen der arme Hund auf die Rückkehr seines Herrchens warten musste, womöglich vertieft. Nach dem treulosen Herrchen wird gefahndet.

Herzlos: Hund mit Sorgenfalten einfach ausgesetzt

Der Tag nach Neujahr 2015 war ein Freitag. Für den jungen Shar-Pei-Mischling namens ‚Kai‘ sollte der Tag zum schwarzen Freitag werden. Morgens hatte ihn Herrchen oder Frauchen noch zum Bahnhof von Ayr mitgenommen – einer idyllischen Stadt im Südwesten Schottlands und Geburtsort des schottischen Dichters Robert Burns, aber dann war die Reise auch schon zu Ende. Für den Hund jedenfalls.

Mit der Leine an einem Geländer befestigt, sah das zwei oder drei Jahre alte Tier den tausenden Menschen hinterher, die nach den Feiertagen wieder ihre Büros und Fabriken pendelten oder die nach den Verwandtschaftsbesuchen wieder nach Hause fuhren. Die für Shar-Peis typischen ‚Sorgenfalten‘ auf der Stirn des Tieres vertieften sich womöglich im Verlaufe der langen Stunden des Wartens: Obwohl der Besitzer des Tieres einen Koffer neben dem Hund abgestellt hatte, blieb er verschwunden. Er hatte den Hund einfach am Bahnhof von Ayr, dem Ort in dem das klassische Silvester-Lied ‚Auld lang Syne‘ entstand, ausgesetzt. ‚‚Should auld acquaintance be forgot …?" ("Sollte eine alte Freundschaft so beendet werden?") - Mit dieser Frage beginnt das Lied. Und das treulose Herrchen hatte beim Mitsingen offensichtlich entschieden: ‚Ja! ‘

Tierschützer nahmen sich des Hundes an und entdeckten, dass sich im Koffer neben Hundefutter und Fressnapf weitere Besitztümer des Tieres befanden. Auf den Namen des “freundlichen und gutmütigen Hundes”, so Tierschutz-Vorstand Steward Taylor, kamen die Helfer durch einen implantierten Chip, der sie aber nur zum Vor-Vor-Besitzer führte. Jetzt suchen sie nach Hinweisen auf den herzlosen Zeitgenossen, der den Hund auf diese Art loswerden wollte. Das Ausssetzen von Tieren steht nach schottischem Recht unter Strafe und kann auch mit dem lebenslangen Verbot der Tierhaltung geahndet werden.

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