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Humane Papillomviren: Küssen erhöht Risiko für Rachenkrebs

Nicht nur Frauen sind gefährdet

Lange Zeit wurden die 'Humanen Papillomviren' (HPV) lediglich mit Gebärmutterhalskrebs und somit als Risiko für Frauen assoziiert. Doch auch für den Mann können die HP-Viren gefährlich sein. Die US-Seuchenbehörde bringt die Entstehung von Rachenkrebs in Verbindung mit Küssen. Im Klartext: Wer viel knutscht, wird anfälliger für die Übertragung bestimmter Viren. Auch Oralsex kann den Krebs im Mund auslösen.

Küssen kann Rachenkrebs auslösen
'Humane Papillomviren' können Rachenkrebs auslösen

Die meisten Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal mit den HP-Viren an. Der überwiegende Teil, der mehr als 150 verschiedenen Viren-Typen sind jedoch harmlos und führen zu einer gänzlich folgenlosen Infektion. Manche Virustypen lösen die Bildung von harmlosen Warzen aus - andere dagegen erzeugen mehr oder weniger bösartige Gewebeveränderungen an Gebärmutterhals, Schamlippen, After oder Penis.

Da die HP-Viren auch durch Speichel übertragen werden, kann es auch im Mund-Rachen-Bereich zu Gewebeveränderungen kommen. Forschern zufolge steigt die Zahl von Rachenkrebs durch humane Papillomviren immer weiter an. Der Grund dafür: Menschen sind heute früher sexuell aktiv, haben meist mehr Geschlechtspartner und praktizieren häufiger Oralsex als früher.

Rachenkrebs lässt sich relativ gut feststellen und behandeln. Leider hat diese Krebsart die gefährliche Neigung Metastasen - also Krebsableger - über das Lymphknoten-System im gesamten Halsraum zu bilden. Das macht die Behandlung erheblich schwieriger.

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