Generation Doof !?
Wie blöd sind wir eigentlich?
Wer glaubt, dass der Dreisatz eine olympische Disziplin ist oder den Bundestag für einen Feiertag hält, der ist doof! Derartige Wissenslücken sind aber leider keine Einzelfälle. Kommt nach der Generation Golf jetzt wirklich die Generation Doof? Jene erste Generation von Wohlstandskindern, denen es nie an etwas gefehlt hat?
Von Katrin Heuer
Pisa sei dank sind wir uns des Bildungsmankos in Deutschland zwar schon seit längerem bewusst, aber immer noch wird viel zu wenig dagegen unternommen.
Herkunft entscheidet über Zukunft
Immerhin haben wir herausgefunden, dass das Bildungsdilemma bereits in der Grundschule beginnt: Fast jedes dritte Kind unter 10 Jahren hat einen Migrationshintergrung und bedürfte eigentlich besonderer Förderung. Geschieht dies nicht in Verbindung mit einer erfolgreichen Integrationspolitik, hat das Kind keine Chance, denn nur wer seine Muttersprache beherrscht, kann auch in einer fremden Sprache erfolgreich lernen.
Soziale Ungerechtigkeit ist Bildungsalltag, weil in Deutschland immer noch die Herkunft über die Zukunft entscheidet. So hat ein Schüler aus einem Akademiker-Haushalt eine dreimal größere Chance auf das Abitur als ein Kind aus einer Arbeiterfamilie.
Schule am Ende
Unser kränkelndes Schulsystem trägt sein Übriges dazu bei: Außerhalb des Schulhofes sind sich Eltern ihres Erziehungsauftrages oft nicht mehr bewusst, innerhalb der Schulmauern werden die Lehrer zunehmend desillusionierter. Schuld daran sind die chaotischen Zustände únseres Bildungssystems, und als Konsequenz daraus steigt die Zahl der Schulabbrecher ohne Abschluss stetig.
Zwar sind die Deutschen seit der letzten Pisa-Studie nicht schlechter geworden, aber andere Länder haben aufgeholt: Seit 1995 hat sich die Anzahl der Studierenden in OECD-Ländern im Durchschnitt um 41 Prozent erhöht, während die Deutschen nur um 5 Prozent zulegen konnten. Dies spiegelt sich auch in den Zuständen an unseren Universitäten wider: In internationalen Rankings taucht keine deutsche Hochschule unter den ersten vierzig auf!















